China greift in bei der Werbung für Stablecoins nach wachsendem Hype ein
Chinesische Aufsichtsbehörden schreiten ein, um den Hype um Stablecoins zu bremsen. Mehrere große Maklerfirmen und Thinktanks wurden angewiesen, geplante Seminare abzusagen und keine Forschungsberichte über Stablecoins mehr zu veröffentlichen. Die Behörden wollen verhindern, dass diese digitalen Währungen zu finanzieller Instabilität führen und möglicherweise für illegale Aktivitäten missbraucht werden, berichtet Bloomberg.
Laut dem Finanzmedium haben Finanzinstitute Ende Juli und Anfang August Anweisungen von den Aufsichtsbehörden erhalten. Die Bedenken betreffen nicht nur das Risiko eines massiven Zuflusses in eine bestimmte Anlageklasse, sondern auch das begrenzte Wissen vieler Anleger über Kryptowährungen und die damit verbundenen Risiken. Der OTC-Handel mit digitalen Vermögenswerten bleibt in China jedoch beliebt, mit einem geschätzten Volumen von 75 Milliarden US-Dollar in den ersten neun Monaten des Jahres 2024, berichtet Chainalysis.
Stablecoin ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
China hält trotz Interesse an Kryptowährungen an der Bremse fest
China hat offiziell weiterhin ein Verbot für Transaktionen mit Kryptowährungen, doch Signale aus Peking deuten darauf hin, dass die Haltung etwas gelockert wird. So erwägt das Land möglicherweise, Stablecoins an den chinesischen Yuan zu koppeln, um die Dominanz des US-Dollars herauszufordern. In Hongkong, das als eine Art Testfeld für neue Regulierung dient, sind in diesem Monat neue Gesetze für Stablecoin-Emittenten in Kraft getreten. Dies führt zu einem wachsenden Interesse vom Festland.
Christopher Wong, Devisenstratege bei der Oversea-Chinese Banking Corp, sagt, dass chinesische Entscheidungsträger bewusst keine übermäßige Aufmerksamkeit auf bestimmte Investitionen lenken wollen. Sie wollen verhindern, dass Anleger massenhaft in etwas investieren, dessen Risiken sie nicht vollständig verstehen.
Internationale Dimension und US-Druck
Der weltweite Stablecoin-Markt wächst schnell. Die meisten Stablecoins sind an den US-Dollar gekoppelt und werden durch US-Vermögenswerte wie kurzfristige Staatsanleihen gedeckt. Analysten erwarten, dass der Gesamtmarkt bis 2030 auf 3,7 Billionen US-Dollar anwachsen könnte. Auch geopolitische Spannungen spielen eine Rolle: PBOC-Gouverneur Pan Gongsheng bezeichnete Stablecoins im Juni als eine potenzielle Revolution für internationale Zahlungen.
In den USA hat Präsident Donald Trump am 18. Juli das erste bundesweite Gesetz zur Regulierung von Stablecoins unterzeichnet.
Er bezeichnete es als “einen gewaltigen Schritt, um die amerikanische Dominanz in den globalen Finanzen und der Krypto-Technologie zu festigen.”
Die meisten Stablecoins sind derzeit an den Dollar gekoppelt, was den USA eine starke Position verleiht.
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