Jim Pallotta sammelt 200 Millionen US-Dollar für neuen Blockchain-Fonds ein
Der US-Milliardär und ehemalige Hedgefonds-Manager Jim Pallotta setzt stark auf Blockchain-Technologie. Sein Investmentvehikel, Raptor Digital, sammelt derzeit 200 Millionen US-Dollar von anderen Family Offices und institutionellen Investoren ein. Der neue Fonds konzentriert sich vollständig auf aufstrebende Technologien mit einem klaren Fokus auf Blockchain und künstliche Intelligenz.
Raptor Digital erweitert sich mit zweitem Fonds
Raptor Digital ist in der Branche kein unbekannter Name. Das Unternehmen, das zuvor unter dem Namen RW3 Ventures operierte, legte bereits 2023 einen Fonds in Höhe von 60 Millionen US-Dollar auf. Auch damals war Pallotta selbst einer der Investoren – unter anderem gemeinsam mit einer Investmenteinheit des Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi. Nun geht das Unternehmen aus Boston mit einem deutlich größeren Fonds den nächsten Schritt, der in wenigen Wochen starten soll. Kürzlich beteiligte sich auch Innoval Capital mit einer Millioneninvestition an einem Web3-Fonds.
Laut Bloomberg hat Raptor Digital mittlerweile Kapital an Investoren des ersten Fonds zurückgezahlt, um Platz für die neue Finanzierungsrunde zu schaffen. Das Team hinter dem Fonds besteht unter anderem aus ehemaligen Führungskräften des Krypto-Infrastrukturunternehmens BitGo: Pete Najarian und Joe Bruzzesi.
Blockchain zieht immer mehr große Namen an
Das Timing scheint nicht zufällig. Große Investoren zeigen erneut Interesse an Kryptowährungen und Web3-Projekten – insbesondere jetzt, da der Markt Anzeichen von Reife zeigt. So äußerte das Family Office von Stanley Druckenmiller kürzlich Interesse an einem Investment in Höhe von 50 Millionen US-Dollar in Aktien von Figure, einem auf Blockchain basierenden Kreditgeber. Auch die Rausing-Dynastie aus Schweden, bekannt durch Tetra Pak, investiert über Alta Advisers in krypto-bezogene Unternehmen wie Coinbase und MicroStrategy.
Laut einer aktuellen Umfrage von Goldman Sachs haben mittlerweile weltweit ein Drittel aller Family Offices ein Engagement in Kryptowährungen – mehr als doppelt so viele wie vor vier Jahren. Die Investitionen konzentrieren sich dabei nicht nur auf die Coins selbst, sondern auch auf Infrastruktur, Software und Unternehmen innerhalb der breiteren Web3-Ökonomie.
Fonds zielt auf breiteren Technologiesektor
Auch wenn Blockchain den Kern der Strategie von Raptor Digital bildet, richtet sich der Fonds ebenso auf andere innovative Technologiebereiche. In seinem aktuellen Portfolio befinden sich beispielsweise Unternehmen wie Cornami, ein Entwickler von KI-Chips, sowie CAT Labs, das sich auf die Wiederherstellung digitaler Vermögenswerte spezialisiert. Pallottas Familienunternehmen setzt somit weiterhin auf Technologien, die die Finanzwelt und darüber hinaus grundlegend verändern können.
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