Negative Funding und geringes Open Interest drücken BTC-Kurs
Bitcoin hat heute erneut an Boden verloren und fällt auf einen Kurs von 112.500 US-Dollar – ein Rückgang von 2,2 % im Vergleich zum Vortag. Trotz früherer Versuche, sich über der Marke von 116.000 USD zu halten, scheint das Vertrauen der Marktteilnehmer vorerst verloren gegangen zu sein. Die Unsicherheit rund um neue Handelskonflikte zwischen den USA und China belastet risikobehaftete Anlageklassen wie Kryptowährungen zusätzlich. Auch Trumps neue Zölle spielen hierbei eine Rolle.
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Spotmarkt bleibt zurückhaltend
Der Spotmarkt zeigt sich weiterhin auffallend passiv. Zwar war kurzzeitig ein Anstieg in Richtung 116.000 USD zu beobachten, doch das Interesse ließ rasch wieder nach. Dies zeigt sich vor allem im Spot CVD (Cumulative Volume Delta), der weiter zurückgeht. Das bedeutet: Es wurde zwar gekauft, doch Verkäufer behielten klar die Oberhand. Der Anstieg war somit nicht durch tatsächlichen Kaufdruck getragen.
Ein weiteres Signal: Die Coinbase-Prämie ist nahezu neutral. Das deutet darauf hin, dass es von US-Anlegern aktuell keine auffällige Nachfrage gibt. Auf der Bieterseite des Orderbuchs zeigt sich jedoch wieder eine leichte Aufbaubewegung – ein Hinweis darauf, dass Käufer sich auf tiefere Kursniveaus vorbereiten.
Futures-Markt bleibt träge, Funding-Raten negativ
Auch am Derivatemarkt ist kaum Begeisterung zu erkennen. Das Open Interest bleibt niedrig, was bedeutet, dass nur wenige neue Positionen eröffnet werden. Hinzu kommt: Die Funding Rate ist weiterhin negativ – ein Zeichen dafür, dass Short-Positionen dominieren oder das Interesse an gehebelten Longs gering ist.
Laut Analyst @52kskew sind dies Hinweise darauf, dass aktuell kein überzeugender Grund besteht, Margen zu halten oder neue Positionen einzugehen. Erst wenn sich die Bieterseite des Orderbuchs weiter aufbaut, könnte eine neue Trendbewegung entstehen.
Bis dahin bleibt abzuwarten, ob der Markt genügend Kaufkraft mobilisieren kann. Es scheint, als müsste Bitcoin zunächst tiefere Preisbereiche ansteuern, um stabile Nachfrage zu finden, bevor ein neuer Aufwärtstrend einsetzen kann.
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