Benutzer verliert 3 Millionen Dollar in XRP durch Fehler mit Ellipal-Wallet
Ein US-amerikanischer Krypto-Investor hat XRP im Wert von 3,05 Millionen Dollar verloren, nachdem seine Ellipal-Wallet kompromittiert wurde. Laut Blockchain-Ermittler ZachXBT wurde der gesamte Betrag über Bridging-Dienste in Tron umgewandelt und anschließend über OTC-Kanäle gewaschen, die mit der umstrittenen Handelsplattform Huione in Verbindung stehen. Diese südostasiatische Plattform steht bereits im Visier US-amerikanischer Behörden wegen umfassender Betrugs- und Geldwäscheaktivitäten.
XRP ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Von der Cold Wallet zum Millionenverlust
Der betroffene Nutzer ging davon aus, seine Mittel sicher in einer Cold Wallet von Ellipal gespeichert zu haben – tatsächlich handelte es sich jedoch um eine Hot Wallet. Diese fatale Verwechslung ermöglichte es einem Angreifer, das gesamte Guthaben von rund 1,2 Millionen XRP zu stehlen. ZachXBT konnte die Adresse des Täters ermitteln, indem er Informationen aus einem viralen YouTube-Video mit On-Chain-Daten verknüpfte. Die gestohlenen Tokens wurden am 12. Oktober über Bridging-Protokolle konvertiert – Binance diente dabei als Liquiditätsquelle – und landeten auf einer Adresse im Tron-Netzwerk.
Innerhalb von nur drei Tagen waren die gestohlenen Gelder vollständig über OTC-Deals verschwunden – mit Wallets, die eng mit dem Huione-Netzwerk verknüpft sind. Die Plattform wurde bereits zuvor beschuldigt, in Betrugsfälle, Menschenhandel und Geldwäsche in Asien verwickelt zu sein. Erst vergangene Woche verhängten US-Behörden zusätzliche Sanktionen gegen Huione im Zusammenhang mit der 15-Milliarden-Dollar-Ermittlung rund um das Prince Group-Netzwerk.
Warnung an andere Nutzer
ZachXBT nutzt den Vorfall, um auf mehrere strukturelle Probleme in der Branche aufmerksam zu machen. Viele Opfer wenden sich an sogenannte Recovery-Firmen, die hohe Gebühren für oberflächliche Berichte verlangen, jedoch keine echten Lösungen bieten. Zudem ist es für Betroffene in vielen Ländern schwierig, zeitnah Hilfe von Behörden zu erhalten – mit wenigen Ausnahmen wie den USA, Singapur oder den Niederlanden.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die XRP-Community selbst. Laut ZachXBT erhalten Opfer in Netzwerken wie Bitcoin oder Ethereum deutlich mehr Unterstützung als im Ripple/XRP-Ökosystem. Er ruft Betroffene dazu auf, im Falle eines Diebstahls sofort Experten zu kontaktieren, bevor gestohlene Gelder nicht mehr rückverfolgbar sind.
Auch wenn es als unwahrscheinlich gilt, dass der betroffene Nutzer seine 3 Millionen Dollar je wiedersehen wird, hofft ZachXBT, dass dieser Fall als Warnung dient: Kenne die Produkte, die du verwendest. Handle schnell im Notfall. Und sei vorsichtig bei angeblich professionellen Recovery-Diensten.
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