Blockworks stellt Nachrichtenbetrieb ein trotz Millionenumsatz mit Daten
Das Krypto-Medienhaus Blockworks schließt seine Redaktion. Das geht aus einem Beitrag des ehemaligen Mitarbeiters Sam Reynolds auf X hervor. Er war während des Höhepunkts des DeFi-Hypes im Jahr 2021 bei dem Unternehmen tätig und bezeichnet die Nachricht als “traurig”, hofft jedoch, dass seine früheren Kolleginnen und Kollegen bald neue Möglichkeiten finden.
Von Investitionsrunde zur Schließung in nur zwei Jahren
Blockworks galt in den vergangenen Jahren als eines der am schnellsten wachsenden Medienunternehmen im Kryptobereich. Im Mai 2023 sammelte das Unternehmen noch 12 Millionen US-Dollar ein – bei einer Bewertung von 135 Millionen US-Dollar. Namhafte Investoren wie 10T Holdings und Framework Ventures beteiligten sich damals. Neben Nachrichten und Podcasts bot die Plattform auch Marktanalysen und Konferenzen an und baute damit ein umfassendes Krypto-Ökosystem auf.
Im April dieses Jahres berichtete Fortune, dass Blockworks weiterhin wachse – unter anderem durch den Start einer neuen Datensparte. Diese sollte sich auf den Verkauf institutioneller Krypto-Informationen konzentrieren und voraussichtlich mehr als 30 Millionen US-Dollar Jahresumsatz erzielen. Das wirft die Frage auf, warum der Redaktionsbetrieb nun dennoch eingestellt wird.
Strategische Neuausrichtung auf Daten?
Die Schließung scheint also nicht unmittelbar auf finanzielle Schwierigkeiten zurückzuführen zu sein, sondern vielmehr eine bewusste strategische Entscheidung zu sein. Es ist möglich, dass sich Blockworks künftig vollständig auf Datenprodukte und B2B-Dienstleistungen konzentrieren möchte – anstelle journalistischer Inhalte. Die Nachricht fällt in eine Phase, in der viele Krypto-Medien mit der Balance zwischen redaktioneller Unabhängigkeit und kommerzieller Ausrichtung ringen.
Für viele Leserinnen und Leser von Blockworks dürfte das Aus der Nachrichtenabteilung ein Verlust sein. Die Plattform war bekannt für fundierte Analysen, technische Tiefe und gut recherchierte Berichterstattung über Marktdynamiken. Dennoch scheint das Unternehmen nun ein skalierbareres Geschäftsmodell anzustreben – eines, das für große institutionelle Kunden attraktiver ist.
Eine offizielle Stellungnahme seitens Blockworks steht bislang noch aus. Die Aussagen von Insidern lassen jedoch keinen Zweifel: Die Zukunft von Blockworks liegt offenbar nicht mehr im Medienbereich, sondern in der Bereitstellung von Datenlösungen für die Finanzwelt.
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