Chaos bei Upbit: Solana-Abfluss führt zu Preisturbulenzen und Untersuchung
Bei der südkoreanischen Krypto-Börse Upbit ist erneut Unruhe ausgebrochen, nachdem eine ungewöhnliche und unerwartete ausgehende Transaktion im Solana-Netzwerk registriert wurde. Der Vorfall sorgte für Panik unter den Nutzern – und für starke Preisbewegungen bei Solana-bezogenen Token.
Solana ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Millionen verschwinden plötzlich über Solana
Am 27. November gegen 04:42 Uhr KST registrierte Upbit eine auffällige Abbuchung von Vermögenswerten im Solana-Netzwerk. Die erste Schätzung belief sich auf etwa 54 Milliarden koreanische Won, umgerechnet rund 38,5 Millionen US-Dollar. Später wurde der Schaden auf 30,43 Millionen US-Dollar nach unten korrigiert – zusätzlich wurden weitere 1,57 Millionen US-Dollar eingefroren.
In Reaktion auf diesen Vorfall hat Upbit Ein- und Auszahlungen von Solana-bezogenen Assets sofort gestoppt. Ziel war es, weiteren Schaden oder Risiken zu verhindern. Der Vorfall erregte viel Aufmerksamkeit, insbesondere aufgrund seiner Auswirkungen auf die Liquidität und Handelsaktivität.
Preisanstieg durch Premium auf dem koreanischen Markt
Der Handelsstopp bei Upbit hatte eine unerwartete Auswirkung: Die Preise bestimmter Solana-Token stiegen auf der Plattform sprunghaft an. Aufgrund des eingeschränkten Handels entstand ein sogenanntes “Korea Premium”. So stieg der Preis von ORCA auf Upbit auf 3.410 KRW – umgerechnet etwa 2,33 US-Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von über 25 % im Vergleich zu internationalen Börsen.
Solche Preisunterschiede treten in Südkorea häufiger während Zeiten der Unsicherheit oder bei Liquiditätsproblemen auf. Dennoch ist es bemerkenswert, wie schnell der Markt auf technische oder operative Störungen bei einer großen Börse reagiert.
Aufsichtsbehörde greift sofort ein
Auch die Behörden haben den Vorfall zur Kenntnis genommen. Die südkoreanische Aufsichtsbehörde für virtuelle Vermögenswerte hat eine Vor-Ort-Inspektion bei Upbit eingeleitet. Die Untersuchung begann unmittelbar nach dem Vorfall und läuft voraussichtlich bis einschließlich nächsten Freitag. Ziel ist es, zu ermitteln, was genau schiefgelaufen ist und ob interne Fehler oder externe Angriffe vorliegen.
Wie sich die Lage weiterentwickelt, bleibt abzuwarten – insbesondere im Hinblick auf das Vertrauen südkoreanischer Nutzer und die Stabilität von Solana-Token auf lokalen Börsen.
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