Kalshi und Robinhood im Konflikt mit Connecticut wegen Sportwetten-Vorhersagen
Connecticut geht gegen drei große Plattformen vor, die laut dem Bundesstaat Sportwetten ohne gültige Lizenz anbieten. Robinhood, Kalshi und Crypto.com erhielten klare Anweisungen: Sofortiger Stopp der sogenannten “Sports Event Contracts” – andernfalls drohen rechtliche Konsequenzen. Laut der Aufsichtsbehörde verstoßen diese Plattformen gegen geltendes Recht, indem sie Sportereignisse zur Grundlage von Wetten machen, ohne über die dafür erforderlichen Lizenzen zu verfügen.
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Connecticut greift bei wettähnlichen Vorhersagen ein
Der Bundesstaat hat diese Woche offizielle Schreiben an die drei Plattformen versandt. Der Vorwurf: Sie bieten illegales Online-Glücksspiel an. Insbesondere die “Sports Event Contracts” stehen im Fokus. Nutzer können damit auf sportbezogene Ereignisse setzen, etwa auf Spielertransfers oder Spielergebnisse.
Connecticut sieht diese Aktivitäten eindeutig als Sportwetten an – und diese sind streng reguliert. Nur drei Anbieter dürfen legal Sportwetten im Bundesstaat anbieten: DraftKings über Foxwoods, FanDuel über Mohegan Sun und Fanatics im Auftrag der staatlichen Lotterie. Robinhood, Kalshi und Crypto.com gehören nicht zu diesen lizenzierten Anbietern. Das geht aus einer Erklärung des Department of Consumer Protection hervor.
Robinhood und Kalshi widersprechen den Vorwürfen. Sie argumentieren, dass ihre Dienstleistungen unter der Aufsicht der CFTC – der föderalen Aufsichtsbehörde für Terminkontrakte – stehen. Kalshi bezeichnet sich sogar als bundesweit lizenzierte Börse für Ereigniswetten und hat bereits rechtliche Schritte gegen den Bundesstaat eingeleitet.
Gefahr für Verbraucher und unfaire Praktiken
Die Aufsichtsbehörde in Connecticut warnt, dass die Plattformen Verbraucher gefährden. Nutzer könnten fälschlicherweise annehmen, durch gesetzliche Regelungen geschützt zu sein – was nicht der Fall ist. Es fehlen Regelungen zur Auszahlungssicherheit oder zur Haftung bei Fehlern. Zudem soll es möglich gewesen sein, dass Personen unter 21 Jahren teilnehmen – was verboten ist.
Außerdem, so der Staat, fehle es an Kontrollmechanismen, wer tatsächlich an den Wetten teilnimmt. Insider mit Vorabinformationen könnten dadurch unfaire Vorteile erhalten – was das Prinzip eines fairen Marktes untergräbt.
Crypto.com hat bisher nicht auf die Vorwürfe reagiert. Robinhood beharrt darauf, dass ihre Dienstleistungen gemäß Bundesrecht legal sind. Kalshi zeigt sich zuversichtlich, dass ihre rechtlichen Argumente standhalten werden. Derweil warnt Connecticut vor weiteren Schritten, sollten die Unternehmen nicht einlenken – darunter zivilrechtliche Strafen und sogar strafrechtliche Verfolgung.
Auch im Bundesstaat New York steht Kalshi wegen ähnlicher Angebote unter Druck. Ein früheres Urteil in Nevada stellte klar, dass Einzelstaaten sehr wohl gegen neue Formen des Glücksspiels vorgehen dürfen. Der Rechtsstreit ist also noch lange nicht vorbei.
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