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Insolvenzverwalter von Terraform verklagt Jump Trading auf $4 Milliarden

Insolvenzverwalter von Terraform verklagt Jump Trading auf $4 Milliarden
Insolvenzverwalter von Terraform verklagt Jump Trading auf $4 Milliarden

Der für die Abwicklung von Terraform Labs zuständige Insolvenzverwalter hat Jump Trading verklagt. Der Vorwurf: Jump habe nicht nur vom Zusammenbruch von TerraUSD und Luna profitiert, sondern diesen auch aktiv mitverursacht. Die Schadensersatzforderung beläuft sich auf satte $4 Milliarden.

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Jump soll geheime Abmachungen mit Terraform getroffen haben

Die Klage, eingereicht durch den gerichtlich eingesetzten Insolvenzverwalter, behauptet, dass Jump bereits seit 2019 geheime Absprachen mit Terraform Labs traf. Dadurch erhielt das Handelsunternehmen Millionen von Luna-Token zu einem Preis von nur $0,40 pro Stück – während der Marktpreis später über $110 lag. Jump soll diese Tokens massenhaft verkauft und damit rund $1 Milliarde Gewinn erzielt haben. All das geschah laut Klage außerhalb der Öffentlichkeit und ohne Wissen der Aufsichtsbehörden, berichtet das Wall Street Journal.

Im Mai 2021 verlor TerraUSD erstmals seine Bindung an den US-Dollar. Jump kaufte damals stillschweigend große Mengen auf, um das Vertrauen in den Algorithmus wiederherzustellen. Öffentlich wurde kommuniziert, das System habe sich von selbst stabilisiert – tatsächlich war es jedoch künstlich durch Jump gestützt worden.

50.000 Bitcoin ohne Vertrag überwiesen

Laut Klageschrift wurden später fast 50.000 Bitcoin von der Luna Foundation Guard an Jump übertragen – ohne jegliche schriftliche Vereinbarung. Diese Reserven sollten eigentlich dazu dienen, TerraUSD vor weiteren Crashs zu schützen. Stattdessen gingen sie laut Insolvenzverwalter an Jump – ohne Plan oder Nachvollziehbarkeit.

Jump soll zudem versucht haben, andere Handelsfirmen zu überzeugen, Terraform zu retten. Diese Gespräche seien jedoch durchgesickert und von Konkurrenten gegen das Projekt verwendet worden – was laut Klage zusätzlichen Druck auf TerraUSD und Luna ausübte. Dieser Fall reiht sich ein in eine Serie juristischer Verfahren gegen Kryptofirmen, wie zuletzt auch im Fall des Investors Yida Gao.

Jump bestreitet alle Vorwürfe. Ein Sprecher bezeichnet die Klage als “verzweifelten Versuch von Terraform, sich selbst reinzuwaschen” und kündigt an, sich energisch zur Wehr zu setzen. Zu Kanav Kariya, dem früheren Krypto-Chef von Jump, der letztes Jahr das Unternehmen verließ, gab es keinen weiteren Kommentar.

Insgesamt wurden bislang etwa $300 Millionen an Vermögenswerten für die Gläubiger sichergestellt. Die Klage wurde vor dem Bundesgericht in Illinois eingereicht.

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