Dalio sieht 2026 als Wendepunkt: Politik und Währungen unter Druck
Laut Hedgefonds-Legende Ray Dalio war der Rückgang des US-Dollars im Jahr 2025 keine vorübergehende Schwäche, sondern Teil eines strukturellen Trends. In seinem Jahresrückblick betont der Gründer von Bridgewater Associates, dass sich Anleger besser auf alternative Anlagen wie Gold, den chinesischen Renminbi und andere nicht-dollarbasierte Investments konzentrieren sollten. Gold stieg im Jahr 2025 um beeindruckende 65 %, während der Dollar gegenüber dem Edelmetall 39 % an Wert verlor.
Die Performance amerikanischer Aktien fiel im internationalen Vergleich enttäuschend aus. In US-Dollar gerechnet schlug sich der S&P 500 zwar ordentlich, doch in umgerechneten Werten wie Gold oder stärkeren Währungen war die Rendite deutlich schwächer. Europäische, chinesische und japanische Aktien entwickelten sich wesentlich besser als ihre US-Pendants. Laut Dalio liegt das an einer Kombination aus politischer Einflussnahme, globalen Kapitalverschiebungen und schwindendem Vertrauen in den wirtschaftlichen Kurs der Vereinigten Staaten.
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Politische Unsicherheit wirft Schatten auf 2026
Dalio verweist zudem auf die politischen Risiken in den USA. Die Wahlen im Jahr 2026 könnten laut ihm große Veränderungen mit sich bringen. Sollte die Republikanische Partei sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat verlieren, könnten viele von Trumps Maßnahmen – wie Steuervorteile für Unternehmen und Deregulierung – wieder rückgängig gemacht werden.
Gold, Renminbi und Nicht-Dollar-Anlagen bevorzugt
Dalio geht davon aus, dass die realen Renditen von Dollar-Investments weiterhin niedrig bleiben. Anleihen, Aktien und Bargeld bringen kaum reale Gewinne, wenn man Inflation und Währungsverluste einrechnet. Er rät Investoren daher zu einem Fokus auf Kapitalerhalt, Diversifizierung und Währungsabsicherung. In seinen Augen bleiben Gold, der Renminbi und internationale Märkte attraktiver als klassische US-Anlagen.
Angesichts zunehmender politischer Polarisierung, einer schwächeren US-Währung und globaler Unsicherheiten sieht Dalio das Jahr 2026 als einen entscheidenden Wendepunkt, an dem Anleger strategischer denn je über die Platzierung ihres Vermögens nachdenken müssen.
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