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Bitcoin-Rally ohne Überzeugung: Derivatemarkt signalisiert Zweifel

Bitcoin-Rally ohne Überzeugung: Derivatemarkt signalisiert Zweifel
Bitcoin-Rally ohne Überzeugung: Derivatemarkt signalisiert Zweifel

Bitcoin stieg letzte Woche auf ein Hoch von 97.600 US-Dollar, doch unter der Oberfläche des Optionsmarktes war die Begeisterung deutlich geringer als es der Kursverlauf vermuten lässt. Laut einer Analyse von Glassnode zeigte die Rallye vor allem Anzeichen kurzfristiger Hype-Effekte – ohne eine breitere Bestätigung durch den Derivatemarkt.

Bitcoin ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.

Optionsmarkt: mehr Hype als Überzeugung

Rund um den 13. Januar kam es zu einem starken Anstieg des BTC-Preises, begleitet von auffälligen Veränderungen bei den Optionskennzahlen. Das Put/Call-Verhältnis fiel von 1 auf 0,4, was darauf hindeutet, dass plötzlich deutlich mehr Call-Optionen gekauft wurden. Gleichzeitig sank die 1-Wochen-25D-Skew von 8 % auf 1 % – ein Zeichen kurzfristig bullischer Erwartungen unter Tradern. Doch das ist nur ein Teil der Geschichte.

Die Skews für längere Laufzeiten blieben hingegen im negativen Bereich. Die 1-Monats-Skew sank lediglich leicht von 7 % auf 4 %, und die 3-Monats-Skew veränderte sich kaum. In beiden Fällen hielt der Markt also an einem asymmetrischen Abwärtsrisiko fest. Anders gesagt: Es wurde zwar bullisch gehandelt – jedoch vor allem auf kurze Sicht. Institutionelle Akteure scheinen nicht von einem nachhaltigen Aufwärtstrend überzeugt zu sein.

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Volatilität sinkt trotz steigender Preise

Ebenfalls bemerkenswert: Während der Kurs anstieg, fiel die implizite Volatilität (ATM) über nahezu alle Laufzeiten hinweg. Dies deutet auf sogenanntes Gamma-Selling hin, bei dem Trader von kurzfristigen Kursbewegungen profitieren, indem sie Volatilität verkaufen. Diese Strategie zeugt nicht von Vertrauen in einen nachhaltigen Ausbruch. Anstatt sich gegen starke Marktbewegungen abzusichern, rechneten viele mit Stabilisierung oder gar einer Korrektur.

Glassnode fasst es so zusammen: Ein echter Ausbruch erfordert nicht nur Kursdynamik, sondern auch Bestätigung durch Skew-Werte (über mehrere Laufzeiten) sowie steigende Volatilität. Diese Kombination fehlte vollständig. Der Anstieg auf 97.600 US-Dollar war zwar spektakulär, aber nicht überzeugend untermauert. Dieses Bild bestätigt sich auch durch aktuelle Analysen, wie etwa die Frage, ob derzeit Bullen oder Bären die Oberhand haben.

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