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915 Mio. USD Markt für Stock Tokens wächst rasant außerhalb der USA

915 Mio. USD Markt für Stock Tokens wächst rasant außerhalb der USA
915 Mio. USD Markt für Stock Tokens wächst rasant außerhalb der USA

Krypto-Börsen wagen immer größere Schritte in Richtung traditioneller Finanzmärkte. Binance und OKX prüfen derzeit die Möglichkeit, sogenannte “tokenisierte Aktien” anzubieten – Krypto-Token, die den Preis von US-Aktien abbilden. Damit wollen sie Nutzern weltweit Zugang zu Aktien wie Tesla, Apple und Nvidia verschaffen – ohne dass ein US-Broker erforderlich ist.

US-Aktien über Krypto – ohne Umweg über Wall Street

Tokenisierte Aktien sind keine echten Aktien, sondern Token, die an Aktien gekoppelt sind, die von einem sogenannten Special Purpose Vehicle (SPV) im Ausland gehalten werden. Plattformen wie Kraken (über xStocks), Bitget und Ondo Finance bieten solche Produkte bereits an. Nutzer können dadurch rund um die Uhr in beliebte US-Aktien investieren – auch außerhalb der Börsenöffnungszeiten.

Laut Kraken sehen vor allem Kunden in Europa, Lateinamerika und Asien einen großen Mehrwert in diesen Angeboten. Für viele ist es schwierig oder unmöglich, ein US-Wertpapierdepot zu eröffnen – während diese Token leicht zugänglich sind. Zudem können Nutzer häufig anonym handeln – ein Vorteil in der Krypto-Welt, der jedoch auch neue Risiken birgt.

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Regulierung, Risiken und rasantes Wachstum

Der Markt für tokenisierte Aktien ist mit 915 Mio. USD noch relativ klein, wächst jedoch schnell. Allein im letzten Monat stieg der Marktwert um 19 %. Dennoch bleibt das Handelsvolumen im Vergleich zu den realen Aktienmärkten gering. So wurden an einem Tag tokenisierte Tesla-Aktien im Wert von 12 Mio. USD gehandelt – während das echte Papier an der Nasdaq ein Volumen von 29 Mrd. USD erreichte.

Krypto-Börsen versuchen, mit diesen Produkten Nutzer auf ihren Plattformen zu halten – in einer Zeit, in der der Krypto-Handel rückläufig ist. Viele User halten Stablecoins wie USDT auf ihren Konten und suchen nach neuen Anlagemöglichkeiten. Durch die Integration traditioneller Assets in Krypto-Plattformen soll verhindert werden, dass Kapital zu klassischen Brokern abfließt.

Dennoch bestehen Risiken: Kursabweichungen zu echten Aktien, geringe Liquidität und Unsicherheiten über die rechtliche Struktur einiger Token können problematisch sein. Anbieter wie Securitize versuchen daher, Aktien direkt und mit Zustimmung der Unternehmen zu tokenisieren – ein rechtlich stärkerer, aber deutlich langsamerer Ansatz.

In den USA bewegt sich dieses Thema weiterhin in einer regulatorischen Grauzone. Coinbase setzt sich aktiv dafür ein, die Gesetzgebung so zu ändern, dass tokenisierte Aktien leichter zugelassen werden können. Unterdessen bauen Börsen außerhalb der USA weiter an einem parallelen Markt für US-Aktien – nur eben auf der Blockchain.

Hier geht’s zum Originalartikel von The Information: Link zum Artikel

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