Coinbase-Chef verkauft weiter – Markt reagiert kritisch
Brian Armstrong, CEO von Coinbase, verkauft seit Monaten in regelmäßigen Abständen Aktien seines eigenen Unternehmens. Zwischen April 2025 und Januar 2026 veräußerte er über 1,5 Millionen Aktien, was ihm schätzungsweise rund 550 Millionen US-Dollar einbrachte. Besonders auffällig: Auch im Januar 2026 setzt er seine Verkäufe fort.
Millionengewinne trotz schwankender Kurse
Den größten Verkauf tätigt Armstrong am 25. Juni 2025: An diesem Tag verkauft er 336.265 Aktien zu einem Kurs von 355,37 US-Dollar pro Stück – ein Erlös von fast 120 Millionen US-Dollar auf einen Schlag. Auch in den Monaten davor und danach veräußert er regelmäßig Pakete von jeweils 25.000 bis 40.000 Aktien, meist im Abstand von nur wenigen Tagen.
Bemerkenswert ist, dass Armstrong selbst am 5. Januar 2026 noch 40.000 Aktien zum Kurs von 254,92 US-Dollar verkauft. Es handelt sich also nicht um einen einmaligen “Cash Out”, sondern um eine langfristige Verkaufsstrategie. Insgesamt wechselten 1,5 Millionen COIN-Aktien den Besitzer.
Marktkritik: “Soll er doch erst selbst kaufen”
Die anhaltenden Verkäufe bleiben am Markt nicht unbemerkt. Matthew Sigel, Leiter Digitale Assets bei VanEck, kommentierte auf X augenzwinkernd: “Ich bin eher der Typ: Du zuerst, Brian.” Seine Aussage lässt Zweifel am langfristigen Vertrauen Armstrongs in die Entwicklung von Coinbase erkennen. In einem früheren Post schrieb Sigel sogar sarkastisch: “Fortune favors the brave? $COIN”.
Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Coinbase eine immer größere Rolle im US-Kryptomarkt spielt – insbesondere mit der Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs und wachsender institutioneller Nachfrage. Doch ausgerechnet der CEO selbst scheint seine Beteiligung zurückzufahren. Ob es sich dabei um eine reine Diversifikationsmaßnahme handelt oder ob Armstrong Chancen anderswo sieht, bleibt unklar.
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