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Droht eine Korrektur, da Aktien schneller steigen als die Geldmenge?

Droht eine Korrektur, da Aktien schneller steigen als die Geldmenge?
Droht eine Korrektur, da Aktien schneller steigen als die Geldmenge?

Der US-Aktienmarkt ist der Geldmenge historisch weit vorausgeeilt. Neue Daten zeigen, dass das Verhältnis zwischen der MSCI-US-Marktkapitalisierung und der M2-Geldmenge auf 270 % gestiegen ist. Das ist der höchste jemals gemessene Wert. Analysten zufolge bedeutet dies, dass Aktien derzeit für Liquidität bewertet werden, die faktisch noch nicht im System vorhanden ist.

US-Markt deutlich über dem Geldmengenwachstum

Aus von Coin Bureau geteilten Zahlen geht hervor, dass die Kluft zwischen US-Aktien und der M2-Geldmenge stark zugenommen hat. Seit 2022 ist dieses Verhältnis um 120 Prozentpunkte gestiegen. Im Vergleich zur Dotcom-Blase liegt das Niveau 40 Prozentpunkte höher. Gegenüber der Finanzkrise 2008 beträgt der Unterschied sogar 75 Prozentpunkte.

Die Grafik von Gavekal Research und Macrobond zeigt, dass die USA inzwischen bei rund 2,7 liegen, während der historische Durchschnitt bei etwa 1 liegt. Zum Vergleich: Das Vereinigte Königreich, Frankreich und Japan bewegen sich um 0,6. Damit hebt sich der US-Markt deutlich von anderen großen Volkswirtschaften ab. In früheren Analysen, etwa bei der auffälligen Ähnlichkeit mit einem früheren MSTR-Zyklus, wurde bereits auf vergleichbare Spannungen zwischen Bewertung und Liquidität hingewiesen.

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Märkte greifen der Liquidität voraus

Wenn Aktien schneller steigen als die Geldmenge wächst, entsteht ein Spannungsfeld. Anleger preisen dann zukünftige Liquidität bereits im Voraus ein. Dies kann nur Bestand haben, wenn Zentralbanken erneut expansiv agieren oder die Wirtschaft stark genug wächst, um höhere Bewertungen zu rechtfertigen.

Derzeit scheint der Markt auf zusätzliches Kapital im System zu spekulieren. Bleibt dieses aus, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse zurückfallen, um wieder mit der verfügbaren Geldmenge in Einklang zu kommen.

Wendepunkt oder neue Expansion?

Das aktuelle Verhältnis liegt sogar 20 Prozentpunkte über dem Allzeithoch von 2025. Dies verstärkt die Diskussion über eine mögliche Überbewertung US-amerikanischer Aktien. Die zentrale Frage lautet: Kehrt eine lockere Geldpolitik zurück oder folgt eine Korrektur?

Die kommenden Monate dürften entscheidend sein. Steigt die Liquidität, könnte der Markt die hohen Bewertungen rechtfertigen. Bleibt zusätzliches Geld aus, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Preise an die wirtschaftliche Realität anpassen.

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