Drift-Hack von 287 Millionen US-Dollar entpuppt sich als monatelang geplante Operation
Ein massiver Hack von 287 Millionen US-Dollar bei Drift Protocol sorgt für Aufsehen in der Kryptobranche. Neue Details zeigen, dass der Angriff kein Zufall war, sondern das Ergebnis monatelanger Vorbereitung. Die Angreifer gingen dabei äußerst geduldig vor und gewannen schrittweise das Vertrauen des Teams, bevor sie zuschlugen.
Monatelange Infiltration baut Vertrauen auf
Der Angriff beginnt bereits Ende 2025, als sich eine Gruppe als legitimes Trading-Unternehmen ausgibt. Auf Konferenzen knüpfen sie Kontakte zum Drift-Team und zeigen ein bemerkenswert tiefes Verständnis des Produkts. Sie stellen gezielte Fragen und treten als seriöse Partner auf.
In den folgenden Monaten bauen sie Schritt für Schritt eine Beziehung auf. Sie beteiligen sich an Gesprächen, bringen inhaltliche Beiträge ein und investieren sogar mehr als 1 Million US-Dollar in die Plattform. Alles deutet auf eine normale Zusammenarbeit hin, sodass keine unmittelbaren Alarmzeichen ausgelöst werden.
Langsam verschiebt sich ihre Rolle von externen Beteiligten hin zu einer vertrauten Partei. Anfang 2026 haben sie Zugang zu Gesprächen und Prozessen, die normalerweise nur Insidern vorbehalten sind. Dieser Ansatz passt zu jüngsten Fällen, in denen Krypto-Hacker zunächst Vertrauen aufbauen, bevor sie zuschlagen.
Von Zusammenarbeit zum Angriff
Nach dem Aufbau von Vertrauen ändert sich die Strategie. Die Gruppe beginnt, Links, Code-Repositories und sogar eine TestFlight-App zu teilen. Auf den ersten Blick wirkt dies wie ein normaler Bestandteil von Kooperationen in der Kryptobranche, in denen Teams regelmäßig Tools und Builds austauschen.
Doch genau hier liegt der Wendepunkt. Eine einzige falsche Handlung reicht aus: ein Klick auf einen manipulierten Link, die Nutzung eines geklonten Repositories oder die Installation einer angepassten App. Dadurch erhalten die Angreifer Zugriff auf kritische Systeme. Solche Methoden fallen unter Krypto-Betrug und Sicherheitsrisiken, mit denen immer mehr Projekte konfrontiert sind.
Am 1. April 2026 führen sie den Angriff aus. Innerhalb kurzer Zeit verschwinden 287 Millionen US-Dollar aus dem Protokoll. Unmittelbar danach tauchen die Täter unter. Gespräche werden gelöscht, Tools offline genommen und Spuren verwischt. Mehr dazu im Bericht über den Drift-Hack von 285 Millionen und die monatelange Infiltration.
Mögliche Verbindung zu organisierten Gruppen
Forscher gehen davon aus, dass es sich nicht um eine isolierte Tat handelt. Die Art und Weise, wie der Angriff durchgeführt wurde, deutet auf eine koordinierte Operation mit langer Vorbereitungszeit hin. Es wird sogar eine Beteiligung staatlich unterstützter Gruppen in Betracht gezogen.
Der Hack zeigt, wie anfällig Krypto-Projekte für Social Engineering sein können. Nicht nur die Technologie, sondern insbesondere menschliche Interaktionen stellen eine Schwachstelle dar. Vertrauen kann in solchen Fällen mit enormen finanziellen Folgen missbraucht werden.
Für die Branche ist dies erneut eine Warnung: Sicherheit geht weit über Code hinaus. Auch Kooperationen und Kommunikationskanäle stellen ein potenzielles Risiko dar, wenn sich Angreifer monatelang als vertrauenswürdige Partner ausgeben können.
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