Visa erweitert Stablecoin-Pilot auf neun Blockchains
Visa geht den nächsten Schritt bei der Integration von Blockchain in das globale Zahlungssystem. Das Unternehmen erweitert seinen Stablecoin-Pilot deutlich und unterstützt nun insgesamt neun verschiedene Netzwerke. Damit wächst nicht nur die technische Infrastruktur, sondern auch die Nutzung: Das jährliche Abwicklungsvolumen über Blockchain liegt inzwischen bei rund 7 Milliarden US-Dollar.
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Visa erweitert auf neun Blockchains
Visa fügt fünf neue Netzwerke zu seinem Stablecoin-Programm hinzu: Base, Polygon, Canton, Arc und Tempo. Diese ergänzen die bestehende Unterstützung für unter anderem Ethereum, Solana, Avalanche und Stellar. Das Ergebnis ist ein breites Multi-Chain-Ökosystem, in dem Partner selbst entscheiden können, welche Infrastruktur am besten zu ihnen passt.
Die neuen Netzwerke übernehmen jeweils unterschiedliche Rollen. Polygon und Base konzentrieren sich auf schnelle und kostengünstige Transaktionen, während Canton stärker auf Datenschutz und institutionelle Nutzung ausgerichtet ist. Arc und Tempo adressieren die wachsende Nachfrage nach effizienten Stablecoin-Zahlungen und Liquidität. Laut Visa spiegelt diese Erweiterung die Realität wider, in der sich Blockchain-Aktivitäten über mehrere Netzwerke verteilen.
Explosives Wachstum bei der Nutzung von Stablecoins
Die Zahlen zeigen, dass die Adoption von Blockchain in traditionellen Finanzsystemen deutlich zunimmt. Innerhalb eines Quartals steigt das annualisierte Abwicklungsvolumen von etwa 4,7 Milliarden auf 7 Milliarden US-Dollar – ein Wachstum von 50 %. Dies deutet auf wachsendes Vertrauen von Banken, Fintechs und Zahlungsdienstleistern hin.
Neben der Infrastruktur baut Visa auch ein breiteres Ökosystem auf. Mittlerweile sind mehr als 130 Zahlungskarten mit Stablecoins verknüpft, verteilt über mehr als 50 Länder. Damit schlägt das Unternehmen eine Brücke zwischen Kryptowährungen und traditionellen Zahlungssystemen, sodass Nutzer digitale Dollar vergleichsweise einfach im Alltag einsetzen können.
Multi-Chain-Strategie wird zum Standard
Mit dieser Erweiterung reagiert Visa auf einen klaren Trend in der Branche: Es gibt nicht mehr die eine dominante Blockchain. Stattdessen entsteht ein Ökosystem aus mehreren Netzwerken mit jeweils eigenen Stärken. Durch die Unterstützung mehrerer Chains möchte Visa diese Komplexität für Unternehmen reduzieren, die mit Stablecoins arbeiten.
Ziel ist es, eine einheitliche Abwicklungsschicht bereitzustellen – unabhängig davon, welche Blockchain genutzt wird. Dadurch können Partner einfacher zwischen Netzwerken wechseln und von optimaler Liquidität sowie Leistung profitieren. Gleichzeitig bleibt Visa seinem Fokus auf Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit treu – entscheidende Faktoren für globale Zahlungssysteme.
Dieser Schritt zeigt, dass sich Stablecoins von einem Experiment zu einem praktischen Zahlungsmittel entwickeln. Große Akteure wie Visa beschleunigen diese Entwicklung und machen Blockchain zunehmend zu einem Bestandteil des alltäglichen Finanzverkehrs.
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