Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, steigert Umsatz auf 507 Millionen US-Dollar
Payward, die Muttergesellschaft hinter der Kryptobörse Kraken, meldet trotz eines schwachen Kryptomarktes ein Umsatzwachstum im ersten Quartal 2026. Das Unternehmen erzielt einen bereinigten Umsatz von 507 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 3 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Gleichzeitig wächst die Zahl der finanzierten Accounts deutlich auf 6,1 Millionen, was einem Plus von 47 % im Jahresvergleich entspricht. Auch die Vermögenswerte auf der Plattform steigen weiter an und erreichen inzwischen einen Gesamtwert von 40 Milliarden US-Dollar.
Das Quartalsupdate erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Payward massiv auf Expansion außerhalb des traditionellen Kryptohandels setzt. Das Unternehmen investiert aggressiv in Übernahmen, Tokenisierung, Derivate und Zahlungsinfrastruktur, um seine Position im Hinblick auf einen zukünftigen Börsengang weiter zu stärken. Die vollständigen Quartalszahlen wurden über Payward veröffentlicht.
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Kraken erweitert Plattform weiter
Payward setzt stark auf eine sogenannte Multi-Asset-Infrastruktur. Damit möchte das Unternehmen Kunden Zugang zu Kryptowährungen, Aktien, ETFs, Futures sowie tokenisierten Assets innerhalb eines einzigen Ökosystems bieten.
Im vergangenen Quartal startete Kraken unter anderem den Handel mit US-Aktien und ETFs über Kraken Desktop. Darüber hinaus wurden Dutzende traditioneller Futures-Märkte für europäische Nutzer auf Kraken Pro verfügbar gemacht.
Außerdem führte das Unternehmen neue Produkte wie DeFi Earn, tokenisierte Aktien über xStocks sowie ein Command-Line-Trading-Tool ein, das speziell für KI-Agenten entwickelt wurde.
Trotz des Wachstums sank das gesamte Handelsvolumen auf der Plattform auf 357 Milliarden US-Dollar. Laut Payward liegt dies an der geringeren Volatilität im Kryptomarkt und den geopolitischen Spannungen weltweit, während zuletzt auch der Kryptomarkt erneut deutlich ins Minus rutschte.
Milliardeninvestitionen in Übernahmen
Payward nutzt strategische Übernahmen, um schneller neue Märkte zu erschließen. Im Januar übernahm das Unternehmen Backed Finance, einen Anbieter, der sich auf tokenisierte Aktien spezialisiert.
Darauf folgte die Übernahme von Magna, einer Plattform für Token-Management und Distribution. Im Mai kündigte Payward zudem die Übernahme des Derivateunternehmens Bitnomial für bis zu 550 Millionen US-Dollar an.
Auch das Zahlungsunternehmen Reap wird bald Teil des Konzerns. Dieser Deal hat einen potenziellen Wert von 600 Millionen US-Dollar und soll Payward im Bereich Stablecoin-Zahlungen und globaler Kartendienste stärker positionieren.
Laut dem Unternehmen bilden diese Übernahmen die Grundlage für eine breitere Finanzinfrastruktur, in der traditionelle Finanzmärkte und Blockchain-Technologie zunehmend miteinander verschmelzen.
IPO-Pläne bleiben bestehen
Payward bestätigt außerdem, dass das Unternehmen weiterhin auf einen zukünftigen Börsengang hinarbeitet. Das Unternehmen erklärt, trotz schwieriger Marktbedingungen profitabel zu bleiben und weiterhin Marktanteile zu gewinnen.
Vor allem Kraken soll laut dem Unternehmen während der jüngsten Marktkorrektur besser abgeschnitten haben als die Konkurrenz. Der Spotmarktanteil von Kraken stieg laut Payward von etwa 3,5 % im Jahr 2025 auf über 5,2 % im März 2026.
Das Unternehmen betrachtet den aktuellen Markt vor allem als Chance, weiter in Infrastruktur, Regulierung und neue Produkte für institutionelle und private Anleger zu investieren.
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