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Untersuchung gegen Polymarket und Kalshi wächst nach Sorgen über Insiderhandel

Untersuchung gegen Polymarket und Kalshi wächst nach Sorgen über Insiderhandel
Untersuchung gegen Polymarket und Kalshi wächst nach Sorgen über Insiderhandel

Die amerikanische Politik richtet ihren Fokus zunehmend auf Prediction Markets wie Polymarket und Kalshi. James Comer, Vorsitzender des House Oversight Committee, startet nun eine offizielle Untersuchung wegen möglichem Insiderhandel auf beiden Plattformen. Dabei konzentriert sich der Kongress insbesondere auf Wetten rund um Wahlen, geopolitische Ereignisse und militärische Aktionen.

Die Sorgen nehmen zu, da Prediction Markets weltweit explosionsartig wachsen und Nutzer auf sensible politische und wirtschaftliche Entwicklungen wetten. Amerikanische Gesetzgeber befürchten, dass Personen mit Zugang zu vertraulichen Regierungsinformationen finanziell über diese Märkte profitieren könnten.

Kongress fordert Informationen von Polymarket und Kalshi

Laut CNBC hat James Comer offizielle Schreiben an Polymarket-CEO Shayne Coplan und Kalshi-CEO Tarek Mansour gesendet. Darin fordert er umfassende Informationen über Identitätsverifizierung, geografische Beschränkungen und Systeme zur Erkennung verdächtiger Handelsaktivitäten.

Der Ausschuss möchte wissen, wie die Plattformen Insiderhandel verhindern wollen – insbesondere jetzt, da Prediction Markets zunehmend für politische und geopolitische Wetten genutzt werden. Comer fordert beide Unternehmen auf, bis spätestens 5. Juni Dokumente und interne Kommunikation vorzulegen.

Der republikanische Politiker nennt ausdrücklich Bedenken hinsichtlich Regierungsmitarbeitern, Kongressmitgliedern und Personen innerhalb der Regierung von Donald Trump, die möglicherweise Zugang zu nicht öffentlichen Informationen haben. Seiner Ansicht nach könnten Prediction Markets dadurch anfällig für Missbrauch sein.

Verdächtige Trades erhöhen den Druck

Die Untersuchung folgt auf mehrere auffällige Vorfälle, die in den vergangenen Monaten große Aufmerksamkeit erregten. So wurde kürzlich ein amerikanischer Soldat verhaftet, nachdem er über Polymarket auf politische Entwicklungen rund um den ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gewettet haben soll. Laut Ermittlern erzielte er damit etwa 400.000 US-Dollar Gewinn.

Darüber hinaus berichtete die New York Times zuvor, dass Dutzende Nutzer verdächtige Trades kurz vor militärischen Aktionen der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran platziert hätten. Solche Transaktionen erhöhen den Druck auf Prediction-Plattformen und Aufsichtsbehörden weiter.

Kalshi geriet unterdessen in die Kritik, nachdem mehrere politische Kandidaten Wetten auf ihre eigenen Wahlkampagnen platziert hatten. Die Plattform sperrte später drei Kongresskandidaten wegen dieser Aktivitäten.

Prediction Markets geraten zunehmend unter Beobachtung

Prediction Markets gewinnen schnell an Popularität, da Nutzer auf den Ausgang von Wahlen, Sportereignissen, Wirtschaftsdaten und internationalen Entwicklungen spekulieren können. Besonders Polymarket wuchs in den vergangenen Jahren dank Blockchain-Technologie und globaler Zugänglichkeit rasant.

Gleichzeitig wächst auch der politische Widerstand. Mehrere demokratische und republikanische Politiker arbeiten inzwischen an neuen Gesetzen, die Prediction Markets strenger regulieren sollen. Dabei liegt der Schwerpunkt vor allem auf Insiderhandel, Identitätskontrollen und der Einschränkung anonymer Accounts.

Comer erklärt, dass interne Daten der Plattformen entscheidend seien, um mögliche Verstöße zu untersuchen. Seiner Ansicht nach könne nur anhand von Handelsdaten festgestellt werden, ob Nutzer mit Insiderwissen Prediction Markets missbrauchen – während Polymarket kürzlich noch neue Märkte rund um Unicorn-Unternehmen eingeführt hat.

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