Hälfte des FIL-Open-Interest-Anstiegs war Preiseffekt
Der Open Interest in Filecoin ist zwischen dem 12. und 13. September deutlich gestiegen, doch ein großer Teil dieses Anstiegs ist kein neues Handelsvolumen. Laut dem Marktdatenanbieter Santiment war etwa die Hälfte des gemessenen Zuwachses auf den höheren Kurs zurückzuführen, nicht auf neue Positionen, die Trader eröffneten. Es macht einen Unterschied, in welcher Währung man misst.
In Kürze:
- Der Open Interest in Dollar stieg um 48%, in Filecoin gemessen jedoch nur um 25%.
- Der Kurs von Filecoin stieg um etwa 18%, was die Hälfte des Dollarzuwachses erklärt.
- Der tatsächliche Höchststand in Coins lag höher und später, als die täglichen Zahlen vermuten ließen.
Dollar-Anstieg verzerrt das Bild
Zwischen dem 12. und 13. September stieg der Open Interest in Filecoin von $76,6 Millionen auf $113,9 Millionen, ein Zuwachs von 48%. Das klingt nach einem großen Zustrom neuer Handelspositionen. Wer jedoch in Coins rechnet, sieht ein anderes Bild.
In Filecoin gemessen wuchs der Open Interest von 95,5 Millionen auf 119,6 Millionen FIL, ein Anstieg von 25%. Der Unterschied zwischen diesen beiden Prozentwerten ist größtenteils auf den Kursanstieg von Filecoin selbst zurückzuführen, der im selben Zeitraum etwa 18% betrug. Die Coin wurde schlicht mehr wert, wodurch der Dollarwert bestehender Positionen automatisch stieg.
Dieser Mechanismus spielt bei vielen Coins eine Rolle, wie zuvor auch bei den Open-Interest-Bewegungen von Bitcoin zu sehen war: Ein Kursanstieg bläht die Dollarzahlen auf, auch ohne dass tatsächlich neue Positionen eröffnet werden.
Tatsächlicher Höhepunkt lag später
Santiment merkt an, dass der echte Höchststand in Coins erst später erreicht wurde, als die täglichen Messzeitpunkte vermuten ließen. Am 14. September um 06:00 UTC erreichte der in FIL gemessene Open Interest einen Höchststand von 128,8 Millionen FIL, höher als die Tagesmarke vom 13. September nahelegte.
Das zeigt, dass neben dem Preiseffekt auch tatsächlich neue Engagements hinzukamen, jedoch weniger, als die Schlagzeile in Dollar suggeriert. Etwa die Hälfte des verzeichneten Anstiegs war eine Neubewertung bestehender Positionen durch den höheren Kurs, die andere Hälfte war tatsächlich neue Marktteilnahme.
Warum die Währung zählt
Die Analyse von Santiment zeigt, dass die Messung in der eigenen Coin eines Projekts ein realistischeres Bild des tatsächlichen Handelsverhaltens vermittelt. Wer nur den Dollarwert betrachtet, kann einen starken Anstieg der Aktivität sehen, wo faktisch kaum einer vorhanden ist.
Für Trader, die wissen wollen, ob wirklich neue Positionen eingegangen werden, ist der in Coins gemessene Open Interest daher eine aussagekräftigere Kennzahl als der Dollarwert allein.
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