Neue DeFi-Wallets boomen, Ethereum selbst bleibt zurück
Während sich die Aufmerksamkeit im Kryptomarkt oft auf Memecoin-Ketten richtet, zeigt eine Untersuchung von Santiment, dass das echte Wachstum bei neuen Wallets woanders stattfindet: bei DeFi-Tokens auf Ethereum. Uniswap sticht mit 87 Prozent mehr neuen Adressen in der Woche vom 25. bis 31. August hervor, verglichen mit dem Durchschnitt vom 3. bis 17. August. Ethereum selbst schneidet hingegen schlechter ab als noch vor drei Wochen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Uniswap, Aave und Chainlink ziehen deutlich mehr neue Wallets an als noch Anfang des Monats.
- Ethereum verzeichnet einen Rückgang der neuen Adressen um 8 Prozent gegenüber vor drei Wochen.
- Santiment weist darauf hin, dass neue Adressen leicht zu erstellen sind und nicht immer echte neue Nutzer repräsentieren.
DeFi-Tokens laufen Ethereum selbst deutlich davon
Aus den Daten von Santiment geht hervor, dass Uniswap (UNI) das stärkste Wachstum verzeichnet, mit 87 Prozent mehr neuen Adressen in der vergangenen Woche. Aave folgt mit 46 Prozent und Chainlink mit 43 Prozent. Solana verbucht ein Plus von 32 Prozent.
Ethereum selbst zeigt ein anderes Bild. Das Netzwerk zählt 8 Prozent weniger neue Adressen als vor drei Wochen, was auffällig im Kontrast zu den DeFi-Tokens steht, die auf genau diesem Netzwerk laufen. Ethereum notiert derzeit bei 2.375 Dollar.
Einschränkung bei den Wachstumszahlen
Santiment weist selbst darauf hin, dass neue Adressen günstig und einfach zu erstellen sind. Ein Teil des Wachstums lässt sich durch Nutzer erklären, die eine Wallet wegen Belohnungsprogrammen oder anderen Anreizen anlegen, und nicht, weil sie zum ersten Mal aktiv im Kryptobereich werden.
Dennoch erkennt Santiment in den Daten ein klares Muster: Neueinsteiger entscheiden sich häufiger für DeFi-Anwendungen als für die Basisschicht selbst. Wie das Unternehmen es zusammenfasst: Die Aufmerksamkeit gilt den Ketten, die Wallets gehören den Apps. Ob dies auch zu einer strukturell höheren Nutzung führt, lässt sich aus den neuen Adresszahlen noch nicht ableiten. Wer die vollständigen Daten einsehen möchte, findet sie auf Sanbase.
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