USA erwägen Stablecoins zur Sicherung der Dollardominanz
Die US-Regierung erwägt eine Initiative, mit der dollar-gebundene Stablecoins außerhalb der USA gefördert werden sollen. Insidern zufolge will die Trump-Administration damit die Stellung des Dollars als Weltreservewährung festigen und zugleich die Nachfrage nach US-Staatsanleihen steigern. An dem Vorhaben könnten mehrere Regierungsstellen beteiligt sein, im Mittelpunkt steht dabei die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen.
In Kürze:
- Die USA erwägen, Stablecoin-Projekte über Partnerschaften mit privaten Unternehmen zu unterstützen.
- Ziel ist es, die Dollar-Dominanz zu stärken und die Nachfrage nach US-Staatsanleihen zu erhöhen.
- Das Finanzministerium, das Außenministerium und die DFC könnten eine Rolle spielen.
Zusammenarbeit mit dem Privatsektor
Wie aus Quellen verlautet, die anonym bleiben wollten, erwägt die US-Regierung, Stablecoin-Projekte durch Joint Ventures mit Unternehmen aus der Privatwirtschaft zu unterstützen. Das berichtet Bloomberg.
Dabei geht es um Initiativen, bei denen der US-Dollar als Basis für Stablecoins dient, die außerhalb der USA im Umlauf sind. Indem die Regierung die Nutzung solcher Coins fördert, hofft sie, die Nachfrage nach US-Staatsanleihen zu erhöhen, denn viele Stablecoins sind teilweise durch derartige Staatspapiere gedeckt.
Drei Regierungsstellen möglicherweise beteiligt
Drei US-Behörden könnten in dem Plan eine Rolle erhalten: das Finanzministerium, das Außenministerium und die US Development Finance Corporation (DFC). Die DFC ist eine staatliche Einrichtung, die private Investitionen in Entwicklungsländern finanziert und bei solchen internationalen Projekten als Partner auftreten kann.
Die Pläne befinden sich noch in einer Erkundungsphase, endgültige Entscheidungen wurden nicht getroffen. Bereits zuvor kaufte Galaxy Digital sUSD-Stablecoins im Wert von 100 Millionen Dollar, was zeigt, dass auch der Privatsektor zunehmend größere Positionen im Stablecoin-Markt einnimmt.
Dollar-Stärkung auf digitalem Weg
Die Initiative fügt sich in eine breitere Strategie der Trump-Administration ein, mit der die Stellung des US-Dollars weltweit geschützt werden soll. Der Aufstieg alternativer Zahlungssysteme und Währungen anderer Länder setzt diese Stellung schon seit längerem unter Druck.
Indem dollar-gebundene Stablecoins im Ausland aktiv verbreitet werden, können mehr Transaktionen außerhalb der USA doch noch in Dollar abgewickelt werden. Das vergrößert nicht nur den Einfluss des Dollars, sondern sorgt auch strukturell für mehr Nachfrage nach den Staatsanleihen, die als Sicherheit für diese Stablecoins dienen.
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