Ledger plant Börsengang an der Wall Street – sichere Krypto-Aufbewahrung stark gefragt
Ledger, der bekannte Hersteller von Krypto-Hardware-Wallets, plant laut der Financial Times einen Börsengang in den Vereinigten Staaten. Das französische Unternehmen könnte dabei mit mehr als 4 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Die IPO (Initial Public Offering) könnte noch in diesem Jahr erfolgen – vorbehaltlich regulatorischer Entwicklungen.
Für den geplanten Börsengang arbeitet Ledger mit Finanzgiganten wie Goldman Sachs, Jefferies und Barclays zusammen. Auch wenn sich Pläne kurzfristig noch ändern können, ist klar: Ledger möchte sich neben anderen Krypto-Unternehmen an der Wall Street positionieren.
Börsenfieber in der Kryptoindustrie
Ledger ist nicht das einzige Krypto-Unternehmen, das den Schritt an die US-Börse wagt. BitGo, ein regulierter Custodian-Dienstleister, ging diese Woche an die New Yorker Börse mit einer Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar. Auch Unternehmen wie Circle, Gemini und Bullish haben bereits diesen Schritt vollzogen.
Seit der Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat sich das politische Klima für digitale Vermögenswerte verbessert. Seine Regierung betrachtet Krypto als strategische Priorität, was den Zugang zu Kapital an der Wall Street erleichtert.
CEO Pascal Gauthier erklärte dazu: “Das Geld sitzt heute in New York – nirgendwo sonst auf der Welt, schon gar nicht in Europa.”
Mit dem geplanten US-Börsengang will Ledger nicht nur Kapital beschaffen, sondern auch von der positiven Marktstimmung profitieren.
Nachfrage nach Sicherheit steigt rasant
Ledger wurde 2014 in Paris gegründet und sammelte 2023 frisches Kapital bei einer Bewertung von 1,5 Milliarden US-Dollar. Seitdem hat die Nachfrage nach sicheren Aufbewahrungslösungen für Kryptowährungen deutlich zugenommen. Die Hardware-Wallets von Ledger – in Form eines USB-Sticks – ermöglichen es Nutzern, ihre Coins sicher offline zu speichern.
Angesichts der zunehmenden Risiken durch Hacks und Betrug wird Sicherheit zu einem zentralen Thema. Laut Daten von Chainalysis wurden allein im Jahr 2025 rund 17 Milliarden US-Dollar durch Krypto-Betrug und Scams gestohlen. Für Ledger bedeutet das: ein Rekordjahr mit Umsätzen in dreistelliger Millionenhöhe. Die Zeit für einen Börsengang scheint also ideal gewählt.
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