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OKX-CEO verweist auf Binance als Auslöser des Flash Crash am 10. Oktober

OKX-CEO verweist auf Binance als Auslöser des Flash Crash am 10. Oktober
OKX-CEO verweist auf Binance als Auslöser des Flash Crash am 10. Oktober

Der Crash vom 10. Oktober 2025 sorgt weiterhin für Diskussionen in der Kryptowährungsbranche. Star Xu, CEO von OKX, sieht Binance als Schlüsselfigur in einem systemischen Versagen, das er als schlimmer bezeichnet als den Kollaps von FTX. Laut Xu handelte es sich nicht um eine zufällige Panne, sondern um die Folge riskanter Kampagnen, bei denen Nutzer dazu animiert wurden, USDT und USDC in USDe zu tauschen – ein Token mit hedgefondsähnlichen Risiken.

USDe, entwickelt von Ethena, bietet Renditen durch Strategien wie Indexarbitrage und algorithmischen Handel. Nutzer konnten den Token als Sicherheit auf Binance hinterlegen und so durch wiederholtes Leihen und Tauschen eine künstliche Hebelwirkung aufbauen. Das Ergebnis: Renditen von bis zu 70 %, die laut Xu fälschlicherweise als “niedriges Risiko” wahrgenommen wurden – gestützt durch die Glaubwürdigkeit einer großen Plattform.

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Von Stablecoin zur systemischen Instabilität

Als sich der Markt schließlich bewegte, fiel das Kartenhaus in sich zusammen. USDe verlor sein Peg, Liquidationen folgten Schlag auf Schlag, und Tokens wie WETH und BNSOL stürzten innerhalb von Minuten beinahe auf null ab. Xu zufolge hat sich die Mikrostruktur des Kryptomarktes seither grundlegend verändert, und die Auswirkungen sind bis heute spürbar. Solche Ereignisse erinnern an frühere Hinweise auf Marktverzerrungen.

Star Xu betont, dass seine Kritik nicht als Angriff gedacht ist, sondern als Appell zur Selbstreflexion innerhalb der Branche.

“Langfristiges Vertrauen baut man nicht auf kurzfristige Renditen, Hebelschleifen oder Marketing, das Risiken verschleiert”, so Xu auf X.

Er ruft zu mehr Transparenz und Stabilität im Sektor auf. Den vollständigen Beitrag lesen Sie hier:

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Nicht alle teilen diese Einschätzung

Evgeny Gaevoy, Gründer des Market Makers Wintermute, hält Xus Analyse für zu vereinfacht. Seiner Meinung nach ist es “intellektuell unehrlich”, den Crash nur einer Partei zuzuschreiben. In seiner Reaktion erklärt er, dass sich der Markt zu einem empfindlichen Zeitpunkt befand – an einem illiquiden Freitagabend, mit hoher Hebelwirkung und makroökonomischen Nachrichten als Katalysator.

“Einen Sündenbock zu suchen ist psychologisch nachvollziehbar, aber keine korrekte Analyse.”

Auch wenn beide Seiten sich einig sind, dass der 10. Oktober ein schwarzer Tag für den Kryptomarkt war, bleibt die Debatte darüber, wer wann was wusste, weiter offen. Der Ruf nach besserem Risikomanagement wird jedoch immer lauter. Mehr zu Gaevoys Antwort lesen Sie hier:

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