Krypto-Investoren Ziel bewaffneter Überfälle laut FBI
Das amerikanische FBI hat drei Männer wegen einer Reihe gewaltsamer Überfälle angeklagt, bei denen Krypto-Besitzer gezielt ins Visier genommen wurden. Laut den Behörden reisten die Verdächtigen von Tennessee nach Kalifornien, um Opfer ihrer digitalen Vermögenswerte zu berauben. Dabei nutzten sie Schusswaffen, Klebeband und Kabelbinder, um Opfer unter Druck zu setzen und Zugriff auf Krypto-Wallets und Accounts zu erhalten.
In einem der Vorfälle gelang es den Tätern laut Anklage, Kryptowährungen im Wert von rund 6,5 Millionen Dollar zu stehlen. Der Fall erstreckt sich über mehrere Städte, darunter San Francisco, San Jose, Sunnyvale und Los Angeles.
Verdächtige geben sich als Lieferanten aus
Laut FBI handelt es sich um Elijah Armstrong, Nino Chindavanh und Jayden Rucker. Gegen die drei wurden unter anderem Anklagen wegen Entführung, versuchten bewaffneten Raubes und Verschwörung erhoben. Die Verdächtigen sollen in Wohnungen eingedrungen sein, indem sie sich als Lieferanten ausgaben.
Einmal im Haus angekommen, setzten sie Gewalt ein, um die Opfer dazu zu zwingen, ihre Krypto-Wallets und Accounts zu öffnen. In mehreren Fällen wurden Opfer gefesselt, während die Angreifer versuchten, Zugriff auf ihre digitalen Guthaben zu erhalten.
Das FBI berichtet, dass ein Opfer unter Waffengewalt gezwungen wurde, sich in seine Krypto-Accounts einzuloggen. Anschließend transferierte ein Komplize rund 6,5 Millionen Dollar auf Wallets, die unter Kontrolle der Gruppe standen.
Weitere Details zu dem Fall teilt das FBI über X:
Festnahmen in Kalifornien
Chindavanh wurde Ende Dezember 2025 in Sunnyvale festgenommen. Armstrong und Rucker wurden wenige Tage später in Los Angeles verhaftet. Alle drei befinden sich derzeit in bundesstaatlicher Untersuchungshaft.
Laut Anklage bereiteten die Verdächtigen ihre Taten sorgfältig vor. Sie reisten gezielt in Gebiete, in denen wohlhabende Krypto-Investoren leben, und konzentrierten sich auf Opfer mit großen digitalen Vermögenswerten.
Der Fall zeigt erneut, dass physische Angriffe auf Krypto-Besitzer immer häufiger vorkommen. Kriminelle versuchen dabei nicht nur, Wallets online zu hacken, sondern setzen auch Gewalt und Einschüchterung ein, um Zugang zu Accounts zu erhalten. Bereits zuvor warnten Forscher davor, dass KI-Scams innerhalb des Kryptosektors stark zunehmen.
FBI warnt vor gezielten Krypto-Angriffen
Das FBI ruft Krypto-Investoren dazu auf, vorsichtig mit persönlichen Informationen und der Sicherheit ihrer Vermögenswerte umzugehen. Besonders Personen, die online offen teilen, wie viel Kryptowährungen sie besitzen, könnten Ziel von Kriminellen werden.
Laut Forschern richten sich immer mehr Angriffe gegen sogenannte “Krypto-Whales”, also Investoren mit großen Beständen an Bitcoin und anderen digitalen Assets. Dabei kombinieren Kriminelle Online-Informationen mit physischer Einschüchterung, um Opfer unter Druck zu setzen. Die Absicherung von Accounts und Wallets bleibt daher essenziell, insbesondere jetzt, da auch fortschrittliche Malware den Kryptosektor trifft.
Das Gerichtsverfahren gegen die drei Verdächtigen läuft noch. Das Bundesgericht in San Francisco wird in den kommenden Monaten mehrere Anhörungen in dem Fall durchführen. Gleichzeitig warnt das FBI weiterhin vor Krypto-Betrug und physischen Angriffen auf Investoren.
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