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Südkoreas Börse verliert 590 Milliarden Dollar in einer Woche

Südkoreas Börse verliert 590 Milliarden Dollar in einer Woche
Südkoreas Börse verliert 590 Milliarden Dollar in einer Woche

Der südkoreanische Aktienindex KOSPI erlebt seine schlechteste Woche seit 18 Jahren. Binnen einer Woche verliert er rund 590 Milliarden Dollar an Börsenwert, ein Rückgang um 14,46 Prozent auf 5.668,05 Punkte. Seit dem Höchststand im Juni sind damit mehr als 2,1 Billionen Dollar an Marktwert vernichtet worden. Anleger sorgen sich, dass die enormen Ausgaben für künstliche Intelligenz zu wenig Rendite abwerfen, während höhere US-Zinsen den Druck zusätzlich verstärken.

In Kürze:

  • Der KOSPI fällt binnen einer Woche um 14,46 Prozent und liegt nun fast 40 Prozent unter dem Rekordstand von 9.385 Punkten aus dem Juni.
  • Der gesamte Wertverlust seit dem Höchststand beläuft sich auf mehr als 2,1 Billionen Dollar.
  • Der Wochenverlust fällt größer aus als während der Corona-Panik und der weltweiten Verkaufswelle von 2024.

Schlechteste Woche seit der Finanzkrise 2008

Um einen vergleichbaren Verlust binnen einer Woche zu finden, muss man bis zur Finanzkrise von 2008 zurückgehen. Damals lösten zusammenbrechende Banken und eine Kreditkrise die Panikverkäufe aus. Der Rückgang dieser Woche übertrifft sogar die Wochenverluste während der Corona-Panik und der weltweiten Verkaufswelle von 2024.

Der KOSPI hatte Anfang des Jahres noch einen Rekordstand von 9.385 Punkten erreicht, getrieben von der Begeisterung rund um künstliche Intelligenz. Seitdem ist der Index um fast 40 Prozent auf 5.668,05 Punkte gefallen.

KI-Optimismus schlägt in Zweifel an den Renditen um

Die Rally wurde von der Erwartung befeuert, dass umfangreiche Investitionen in KI kurzfristig große Gewinne abwerfen würden. Da diese Gewinne nun ausbleiben, wachsen die Zweifel. Anleger befürchten, dass die mit geliehenem Geld finanzierten KI-Ausgaben nicht genügend Rendite erwirtschaften, um die hohen Kosten zu rechtfertigen.

Höhere Zinsen in den Vereinigten Staaten spielen dabei eine zusätzliche Rolle. Teurere Finanzierung macht riskante Investitionen weniger attraktiv, was den Druck auf Wachstumsaktien und Technologieunternehmen erhöht. Die zentrale Frage für Anleger weltweit lautet nun: Ist die KI-Blase geplatzt?

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