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10-jährige Rendite steigt über 5,1% nach starken PMI-Daten, Öl legt wegen Iran zu

10-jährige Rendite steigt über 5,1% nach starken PMI-Daten, Öl legt wegen Iran zu
10-jährige Rendite steigt über 5,1% nach starken PMI-Daten, Öl legt wegen Iran zu

Die amerikanische Wirtschaft zeigt überraschende Stärke: Die Einkaufsmanagerindizes für September erreichen Fünfjahreshöchststände, was die Märkte zwingt, eine neue Zinserhöhung einzupreisen. Die zehnjährige US-Rendite durchbricht infolgedessen erstmals seit 2007 die Marke von 5,1%. Gleichzeitig steigt der Ölmarkt wegen geopolitischer Spannungen rund um den Iran, während Bitcoin an Boden verliert, aber durch anhaltende Zuflüsse in Spot-ETFs Unterstützung findet.

In Kürze:

  • Die zehnjährige US-Rendite steigt über 5,1% nach starken PMI-Zahlen und hawkishen Äußerungen eines Fed-Vertreters
  • Brent-Öl klettert um 3% auf $98,31 pro Barrel wegen festgefahrener Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran
  • Bitcoin fällt auf $84.000, doch Spot-ETFs verzeichneten am 22. September noch $715 Millionen an Zuflüssen

Starkes Konjunkturbild treibt Rendite auf höchsten Stand seit 2007

Die Markit-Einkaufsmanagerindizes für die USA fielen im September deutlich höher aus als erwartet. Der Index für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 57,0 und der für den Dienstleistungssektor auf 58,7, beides Fünfjahreshöchststände. Die Zahlen deuten auf ein annualisiertes Wirtschaftswachstum von rund 5% hin, was den Markt dazu veranlasst, eine Zinserhöhung im Oktober ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Nach hawkishen Äußerungen des Fed-Vertreters Barr steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im Oktober auf etwa 70%. Die zehnjährige Rendite US-amerikanischer Staatsanleihen steigt dadurch auf über 5,1%, den höchsten Stand seit fast zwanzig Jahren. US-Aktienfonds verzeichnen infolgedessen bereits die vierte Woche in Folge Abflüsse.

Festgefahrene Iran-Gespräche treiben Ölpreis Richtung $100

Auf geopolitischer Ebene verschärft sich die Lage rund um den Iran. Der iranische Präsident bezog bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine harte Position, und indirekte Gespräche über Katar brachten keine Zugeständnisse. Das US-Finanzministerium verhängt weltweite Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften, was den Ölpreis weiter in die Höhe treibt. Brent-Öl steigt um 3% auf $98,31 pro Barrel und nähert sich damit der Marke von $100.

Unterdessen verlängern die USA und China ihr vorläufiges Handelsabkommen um zwei Monate bis zum 10. Januar 2027. Die zugrunde liegenden strukturellen Streitigkeiten bleiben jedoch ungelöst. Das Gipfeltreffen vom 24. September zwischen den beiden Ländern gilt als wichtiger Moment für die Risikostimmung an den Märkten.

Bitcoin fällt auf $84.000, doch ETF-Zuflüsse bieten Unterstützung

Die steigende Rendite setzt auch den Kryptomarkt unter Druck. Bitcoin fällt auf rund $84.000, ein Rückgang von 2,8% in 24 Stunden. Ethereum notiert bei $2.687. Dennoch halten die Zuflüsse in Spot-ETFs stand: Am 22. September flossen $715 Millionen in die Bitcoin-ETFs und $162 Millionen in Ethereum ETFs, was die Kurse etwas stützt.

Darüber hinaus meldet SoSoValue, dass die Trump-Regierung ein Initiativ für einen Dollar-Stablecoin erwägt, der für den Einsatz außerhalb der USA gedacht ist. Im Technologiesektor verschiebt sich der Fokus von der Knappheit an Hardware hin zum Nachweis von Rendite auf KI-Investitionen, wobei Unternehmen wie Google und Amazon verstärkt im Blickpunkt stehen.

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