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Ausländische Bestände an US-Staatsanleihen fallen auf tiefsten Stand seit 2025

Ausländische Bestände an US-Staatsanleihen fallen auf tiefsten Stand seit 2025
Ausländische Bestände an US-Staatsanleihen fallen auf tiefsten Stand seit 2025

Ausländische Halter von US-Staatsanleihen haben im Juli netto 50 Milliarden Dollar verkauft. Der Gesamtbestand sinkt damit auf 9,25 Billionen Dollar, den niedrigsten Stand seit Oktober 2025 und den vierten monatlichen Rückgang innerhalb von fünf Monaten. In den vergangenen fünf Monaten gingen damit insgesamt 239 Milliarden Dollar aus ausländischem Besitz verloren. Sowohl Japan als auch China bauten ihre Positionen weiter ab, wobei China den niedrigsten Stand seit 2008 erreicht.

In Kürze:

  • Der ausländische Bestand an US-Staatsanleihen sinkt im Juli um 50 Milliarden Dollar auf 9,25 Billionen Dollar
  • Japan verkauft 13 Milliarden Dollar, China 15 Milliarden Dollar an US-Staatsanleihen
  • Chinas Position fällt auf 618 Milliarden Dollar, den niedrigsten Stand seit August 2008

Japan und China bauen ihre Positionen weiter ab

Japan, der größte ausländische Halter von US-Staatsanleihen, verkauft im Juli 13 Milliarden Dollar und sieht seine Position auf 1,11 Billionen Dollar sinken. Das ist der niedrigste Stand seit Januar 2025. Japan ringt schon länger mit der Frage, wie viele US-Anleihen es halten kann, da die eigenen Zinsen steigen. Die Bank of Japan erhöhte die Zinsen bereits in diesem Jahr auf 1,25%, den höchsten Stand seit 31 Jahren, was den Druck auf japanische Institute erhöht, ihre Auslandsanlagen umzustrukturieren.

China, der drittgrößte ausländische Halter, verkauft im Juli 15 Milliarden Dollar und kommt auf 618 Milliarden Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit August 2008, also deutlich bevor die globale Finanzkrise vollständig durchschlug. Der Abbau der chinesischen Position läuft schon seit Jahren, doch die jüngsten Rückgänge beschleunigen das Tempo.

Fragile ausländische Nachfrage nach US-Staatsanleihen

Die Zahlen stammen von der Federal Reserve und werden vom Finanznewsletter The Kobeissi Letter veröffentlicht. Sie weisen darauf hin, dass der Rückgang nicht nur Verkaufsentscheidungen widerspiegelt, sondern auch Bewertungsänderungen durch Kursbewegungen der Anleihen selbst.

Der anhaltende Abbau durch große Halter wie Japan und China erhöht den Druck auf den US-Anleihemarkt. Fällt die ausländische Nachfrage weg, muss die inländische Nachfrage sie auffangen, oder die Zinsen müssen weiter steigen, um Anleger zu locken. Das verteuert die Finanzierungskosten der US-Regierung zu einem Zeitpunkt, an dem das Haushaltsdefizit ohnehin unter Druck steht.

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