Bitcoin bei Börsenkorrektur auf $10.000? Die Zahlen sprechen dagegen
Ein Analyst hat anhand historischer Kursdaten untersucht, ob Bitcoin bei einer Börsenkorrektur von 20% auf $10.000 zurückfallen könnte. Das Ergebnis ist eindeutig: Das wäre ein einmaliges Ereignis in der Geschichte von Bitcoin, und die Wahrscheinlichkeit dafür ist äußerst gering. Das gilt erst recht, da die Marktkapitalisierung von Bitcoin inzwischen um ein Vielfaches größer ist als in den frühen Jahren.
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Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Bitcoin-Kurs von $10.000 würde einem Rückgang von 87% gegenüber dem aktuellen Preis und von 92% gegenüber dem Allzeithoch entsprechen.
- Historisch gesehen fiel Bitcoin bei einer Korrektur des S&P 500 um 20% nie so tief.
- Die Marktkapitalisierung von Bitcoin ist inzwischen so groß, dass derart extreme Rückgänge immer unwahrscheinlicher werden.
Ein Rückgang von 87% ist historisch nahezu beispiellos
Der Analyst Darkfost von CryptoQuant hat berechnet, was ein Bitcoin-Kurs von $10.000 in der aktuellen Situation bedeuten würde. Bitcoin steht derzeit bei rund $81.500, was bedeutet, dass ein Rückfall auf $10.000 einem Rückgang von etwa 87% vom aktuellen Niveau und sogar 92% vom bisherigen Höchststand entspricht.
Einen solchen Rückgang gab es in der gesamten Geschichte von Bitcoin nur ein einziges Mal. Im Jahr 2011 fiel Bitcoin um 92,9% von seinem Höchststand, doch damals betrug die gesamte Marktkapitalisierung noch nicht einmal $120 Millionen. Seitdem sind die maximalen Rückgänge pro Bärenmarkt stetig zurückgegangen: von 82,5% im Jahr 2015 und 82,6% im Jahr 2019 auf 74,4% im Jahr 2022 und 54,2% im Jahr 2026. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt heute bei etwa $2,45 Billionen, mehr als 20.000-mal so hoch wie 2011.
Fünf Phasen, in denen der S&P 500 um mehr als 20% fiel
Darkfost betrachtete anschließend gezielt die Phasen, in denen der S&P 500 in der Geschichte von Bitcoin um mehr als 20% fiel. Das geschah nur fünf Mal, was die Analyse einschränkt, aber aussagekräftig macht.
Beim Tiefpunkt im Jahr 2020 fiel der S&P zwischen 24% und 32%, während Bitcoin auf seinem Tiefstand 73,8% verlor. Im Jahr 2022 lag der maximale Rückgang von Bitcoin bei 71%, bei einer Korrektur des S&P von 21% bis 26%. Und Anfang 2023 fiel Bitcoin maximal 75,5% zurück, als der S&P bei rund 20% stand. Auffällig ist, dass all diese extremen Rückgänge von Bitcoin mit einer breiteren Bärenmarktphase für Krypto zusammenfielen, nicht nur mit einer Aktienkorrektur.
Zum Vergleich: Im April 2025 fiel der S&P ebenfalls um mehr als 19%, doch Bitcoin verlor damals nur 22%. Wie bereits gezeigt wurde, hat sich Bitcoin zuletzt sogar relativ stark gegenüber Aktienindizes wie dem Nasdaq 100 gehalten.
Fazit: $10.000 wäre eine historische Premiere
Der Analyst kommt zu dem Schluss, dass ein Bitcoin-Kurs von $10.000 nach einer Korrektur des S&P um mehr als 20% noch nie vorgekommen ist. Historisch gingen die tiefsten Rückgänge von Bitcoin immer mit ausgedehnten Bärenmärkten einher, nicht ausschließlich mit einer Aktienkorrektur dieses Ausmaßes.
Dabei spielt die gewachsene Marktgröße eine große Rolle. Je größer die Marktkapitalisierung wird, desto schwieriger wird es, Bitcoin um Dutzende Prozent zu bewegen. Ob das auch kurzfristig Schutz bietet, bleibt ungewiss, doch die historischen Daten stützen das Szenario eines Rückfalls auf $10.000 kaum.
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