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Samstag, 17. Oktober 2026 BTC -- / --
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Deutsche Bank startet Verwahrservice für Bitcoin und Ether

Deutsche Bank startet Verwahrservice für Bitcoin und Ether
Deutsche Bank startet Verwahrservice für Bitcoin und Ether

Die Deutsche Bank steigt in die Kryptoverwahrung ein. Damit eröffnet die größte Bank Deutschlands institutionellen und Geschäftskunden künftig die Möglichkeit, Bitcoin, Ether und ausgewählte Stablecoins sicher zu verwahren und zu transferieren. Der Dienst soll noch in diesem Jahr an den Start gehen, sobald die zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht gegeben haben. Mittelfristig will die Bank das Angebot um tokenisierte Finanzinstrumente erweitern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Deutsche Bank kündigt einen Verwahrservice für Bitcoin, Ether und Stablecoins für institutionelle Kunden an.
  • Der Dienst startet in Deutschland nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde, mit Plänen für tokenisierte Finanzinstrumente.
  • Die Bank richtet sich an Vermögensverwalter, Hedgefonds, Broker und Staatsfonds.

Digitale Vermögenswerte als Ergänzung zum Finanzsystem

Gerald Podobnik, Co-Leiter des Geschäftskundenbereichs bei der Deutschen Bank, erklärt in einem Interview, digitale Vermögenswerte seien aus seiner Sicht keine Alternative zum traditionellen Finanzsystem, sondern eine Ergänzung. “Wir sehen sie als neue Wege, die neben der bestehenden Marktinfrastruktur bestehen können, mit dem Vertrauen und dem Schutz, den regulierte Finanzinstitute bieten”, so Podobnik.

Er fügt hinzu, dass der Service zunächst für Kunden in Deutschland verfügbar sein wird. Laut Bloomberg ist die Bank bereits dabei, einen Technologieanbieter auszuwählen, der die nötige Infrastruktur für die Verwahrung und den Handel digitaler Vermögenswerte aufbauen soll.

Institutionelle Kunden und breiterer europäischer Trend

Mit dem neuen Dienst richtet sich die Deutsche Bank an Vermögensverwalter, Hedgefonds, Verwahrstellen, Broker und Staatsfonds. Die Bank betont, dass diese Akteure es gewohnt sind, in regulierten Umgebungen zu agieren. Darüber hinaus will sie auch institutionelle Kunden erreichen, die bereits mit Blockchain-Technologie für Investitionen und Zahlungen experimentieren.

Der Schritt reiht sich in eine breitere Bewegung unter großen europäischen Finanzinstituten ein. Neue Regelungen in Europa und ein günstigeres Klima in den Vereinigten Staaten geben Banken mehr Spielraum, im Markt für digitale Vermögenswerte aktiv zu werden. Auch die italienische Bankengruppe UniCredit erwägt, ihr Angebot in diesem Bereich auszuweiten, unter anderem mit Verwahr- und Vermittlungsdiensten. Bereits zuvor war zu beobachten, dass traditionelle Banken und Krypto-Institute zunehmend auf dem jeweils anderen Terrain aktiv werden.

Bitcoin steht zum Zeitpunkt des Schreibens bei $75.600, ein Rückgang von 0,4% in den vergangenen 24 Stunden. Ob der Eintritt großer europäischer Banken in den Verwahrungsmarkt langfristig Einfluss auf die Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten hat, bleibt abzuwarten.

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