FBI untersucht Leak von 153 Millionen Führerscheinen im Darknet
Die FBI hat eine Untersuchung zu einem massiven Datenleck eingeleitet, bei dem mehr als 153 Millionen US-amerikanische und kanadische Führerscheine im Darkweb aufgetaucht sind. Ein Dienst namens Nexus bietet die Daten zum Verkauf an, darunter Scans von mehr als zehn Millionen Ausweisen sowie Millionen von Reise- und medizinischen Dokumenten. Es handelt sich um mehr als 60 Prozent aller US-Führerscheine, einem offiziell von der Regierung ausgestellten Identifikationsnachweis.
Das Wichtigste in Kürze:
- Der Darkweb-Dienst Nexus verkauft Scans von mehr als 153 Millionen Führerscheinen aus den USA und Kanada.
- Die FBI startete eine Untersuchung, nachdem innerhalb von 24 Stunden fast 400.000 neue Datensätze aufgetaucht waren.
- Sogar der Führerschein des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth soll sich unter den geleakten Daten befinden.
Nexus verkauft Identitätsdaten für 100 Dollar pro Datensatz
Über den Darkweb-Dienst Nexus können Nutzer einzelne Datensätze für 100 Dollar pro Stück kaufen. Die Seite zeigt teilweise personenbezogene Daten und gewährt erst nach Zahlung vollen Zugriff. Neben Führerscheinen handelt es sich auch um Ausweise und andere offizielle Dokumente.
Nexus behauptet, die Daten seien über mehr als ein Jahr systematisch bei einem großen Unternehmen erbeutet worden, das Identitätsverifizierung für Kunden aus dem Fortune-500-Kreis anbietet. Bislang ist nicht bestätigt, welches Unternehmen dabei betroffen sein soll.
Führerschein von Minister Hegseth ebenfalls in der Datenbank
Das Ausmaß des Lecks erhält zusätzliche Aufmerksamkeit, da auch der Führerschein des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth angeblich in der Datenbank vorkommt. Das macht deutlich, dass die geleakten Daten nicht nur normale Bürger betreffen, sondern möglicherweise auch Personen in sensiblen Regierungsfunktionen.
Die FBI startete die Untersuchung unter anderem, weil innerhalb von nur 24 Stunden fast 400.000 neue Datensätze zur Datenbank hinzugefügt wurden. Das deutet darauf hin, dass die Quelle des Lecks noch aktiv ist und der Datendiebstahl möglicherweise noch andauert.
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