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Fed-Zinserwartungen verschieben sich: Markt preist Erhöhungen für 2027 ein

Fed-Zinserwartungen verschieben sich: Markt preist Erhöhungen für 2027 ein
Fed-Zinserwartungen verschieben sich: Markt preist Erhöhungen für 2027 ein

Aus den aktuellen Daten des CME FedWatch Tool geht hervor, dass die Finanzmärkte für 2027 mit einer Reihe von Zinserhöhungen der US-Notenbank rechnen. Galt Ende Oktober 2026 ein Zinssatz zwischen 400 und 425 Basispunkten noch als nahezu sicher, verschiebt sich die Wahrscheinlichkeit im Verlauf des Jahres 2027 in Richtung höherer Bandbreiten. Analyst Benjamin Cowen relativiert diese Erwartung jedoch.

In Kürze:

  • Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte für Ende 2027 die höchste Wahrscheinlichkeit einem Zinssatz zwischen 475 und 500 Basispunkten zuordnen.
  • Für Oktober 2026 rechnet der Markt noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,1% für einen Zinssatz von 400 bis 425 Basispunkten.
  • Analyst Benjamin Cowen weist darauf hin, dass eine Korrektur am Aktienmarkt diese Erwartungen schnell umwerfen kann.

Zinserwartungen steigen zum Ende 2027 hin deutlich an

Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Zinssatz zwischen 400 und 425 Basispunkten bei der Sitzung am 28. Oktober 2026 noch bei 68,1%. Im Verlauf des Jahres 2027 verändert sich dieses Bild deutlich. Bei der Sitzung am 9. Dezember 2026 hat sich die größte Wahrscheinlichkeit bereits auf die Bandbreite von 425 bis 450 Basispunkten verschoben, mit 55,3%.

Je weiter das Jahr 2027 voranschreitet, desto stärker streuen die Wahrscheinlichkeiten über die einzelnen Bandbreiten. Bei der Sitzung am 17. März 2027 entfällt die größte Wahrscheinlichkeit auf 450 bis 475 Basispunkte (41,2%), doch auch die Bandbreiten von 425 bis 450 (29,1%) und 475 bis 500 (20,3%) spielen eine Rolle. Zum Ende des Jahres 2027 verschiebt sich der Schwerpunkt weiter. Bei der Sitzung am 8. Dezember 2027 ist die Wahrscheinlichkeit für einen Zinssatz zwischen 475 und 500 Basispunkten mit 29,9% am größten.

Korrektur am Aktienmarkt kann Erwartungen umwerfen

Analyst Benjamin Cowen weist darauf hin, dass die aktuellen Zinserwartungen nicht in Stein gemeißelt sind. Eine Korrektur am Aktienmarkt, zumal wenn sie mit der traditionell schwächeren Saison zusammenfällt, kann dazu führen, dass die Märkte einen Teil der erwarteten Erhöhungen zurücknehmen.

Cowen führt die Zwischenwahlen als möglichen Katalysator für eine solche schwächere Phase an. In den Jahren 2014, 2018 und 2022 brachten die Midterms tatsächlich Kursdruck mit sich, doch 2010 blieb diese Abwärtsbewegung aus. Seiner Ansicht nach ist das Denken in Wahrscheinlichkeiten der einzig vernünftige Ansatz, da die Märkte niemals Sicherheit bieten.

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