SEC und CFTC sollen laut neuem Krypto-Gesetz zusammenarbeiten
Der US-Senat hat einen bedeutenden Schritt in Richtung klarerer Regulierung für den Kryptosektor unternommen. In der neuesten Version des “Market Structure”-Gesetzesentwurfs wurden mehrere Änderungen vorgenommen, die sich positiv auf DeFi-Projekte, Entwickler und Nutzer auswirken. Die Änderungen erfolgten nach intensiven Gesprächen mit Interessenvertretern und Lobbygruppen, wie die Journalistin Eleanor Terrett berichtet.
Staking und Airdrops gelten nicht als Wertpapiere
In Abschnitt 101 wird nun ausdrücklich klargestellt, dass Staking und Airdrops nicht als Wertpapiere eingestuft werden – es sei denn, es liegt Betrug vor. Auch Tokens, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes emittiert wurden, unterliegen nicht der Zuständigkeit der SEC, solange sie legitim ausgegeben wurden. Dies schafft endlich Klarheit für Projekte, die seit Jahren aktiv sind, aber bislang mit rechtlichen Unsicherheiten konfrontiert waren.
DePIN und DeFi erhalten Freiraum
Eine weitere bemerkenswerte Ergänzung ist die Ausnahmeregelung für sogenannte Decentralized Physical Infrastructure Networks (DePIN) gemäß Abschnitt 504. Diese Netzwerke bauen physische Infrastrukturen dezentral auf und müssen künftig nicht mehr den klassischen Wertpapiergesetzen entsprechen. Damit wird die Innovation in diesem Segment aktiv gefördert.
Auch DeFi-Entwickler können aufatmen: In der überarbeiteten Version bleiben wichtige Schutzmaßnahmen erhalten. Abschnitt 501 bietet eine strukturelle Ausnahme für DeFi-Protokolle, während Abschnitt 506 ausdrücklich Self-Custody schützt. Zusätzlich bleibt das Blockchain Regulatory Certainty Act (Abschnitt 505) bestehen, das Entwicklern von Open-Source-Projekten rechtliche Klarheit über ihre Rolle bietet.
SEC und CFTC sollen künftig zusammenarbeiten
Schließlich enthält der Gesetzentwurf auch einen formellen Rahmen für die Zusammenarbeit der beiden großen Finanzaufsichtsbehörden in den USA: der SEC und der CFTC. In den Abschnitten 701 und 702 ist vorgesehen, dass ein gemeinsamer beratender Ausschuss eingerichtet wird, der Entscheidungen zu digitalen Vermögenswerten trifft. Konflikte zwischen den Behörden sollen künftig durch ein festgelegtes Verfahren gelöst werden.
Für die Kryptoindustrie stellt dieser Gesetzesentwurf einen erheblichen Fortschritt dar. Er bietet nicht nur mehr rechtliche Klarheit, sondern schützt auch Entwickler, Nutzer und legitim agierende Projekte. Die tatsächliche Wirkung hängt nun von der endgültigen Zustimmung durch den Senat ab. Doch eines ist klar: Washington beginnt, Krypto endlich ernst zu nehmen.
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