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Coins.ph droht Lizenzverlust wegen Verbindungen zu Glücksspiel

Coins.ph droht Lizenzverlust wegen Verbindungen zu Glücksspiel
Coins.ph droht Lizenzverlust wegen Verbindungen zu Glücksspiel

Coins.ph, die größte Krypto-Börse der Philippinen mit mehr als 18 Millionen registrierten Nutzern, gerät unter Druck der philippinischen Zentralbank. Zwei Insidern zufolge prüft die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), ob das Unternehmen Transaktionen für Offshore-Glücksspielanbieter abgewickelt hat, die im Land nicht zugelassen sind. Die Verstöße könnten schwer genug wiegen, um dem zwölf Jahre alten Unternehmen die Lizenz zu entziehen, was erhebliche Folgen für den philippinischen Kryptosektor hätte.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die BSP untersucht Coins.ph wegen mutmaßlicher Beteiligung an verbotenen Offshore-Glücksspielanbietern.
  • Die Zentralbank blockierte bereits eingehende Überweisungen über InstaPay und PESONet an die angeschlossene Zahlungseinheit DCPay Philippines.
  • Ein Lizenzentzug würde einem Insider zufolge ein Erdbeben auf dem philippinischen Kryptomarkt auslösen.

BSP blockiert eingehende Zahlungen für Coins.ph

Bereits Ende September hatte die BSP eine erste Maßnahme ergriffen: Eingehende Peso-Überweisungen über die automatisierten Zahlungsnetzwerke InstaPay und PESONet an DCPay Philippines, die Zahlungseinheit hinter Coins.ph, wurden vorübergehend blockiert. Das berichtet BitPinas.

Nutzer konnten dadurch kein Geld mehr von externen Banken wie BDO, BPI und UnionBank oder über andere Zahlungsdienste einzahlen. Ausgehende Überweisungen und Zahlungen über QRPh, den nationalen Zahlungsstandard für Geschäfte, blieben weiterhin möglich.

Rechtlich operiert Coins.ph über zwei separate Einheiten. DCPay Philippines verfügt über eine Lizenz als E-Geld-Institut und wickelt Peso-Transaktionen ab. Betur Inc. besitzt eine Lizenz als Anbieter virtueller Vermögenswerte und betreibt die Krypto-Dienste. Die Aussetzung richtet sich speziell gegen DCPay, betrifft aber indirekt auch das Aufladen von Krypto-Wallets über philippinische Banken.

Lizenzverlust würde den Markt hart treffen

Neben den Zahlungsmaßnahmen haben mehrere leitende Compliance-Mitarbeiter das Unternehmen in der vergangenen Zeit verlassen, was die Sorgen über die Lage weiter vergrößert.

Coins.ph wurde 2019 vom indonesischen Tech-Unternehmen Gojek für angeblich 95 Millionen Dollar übernommen. 2022 verkaufte Gojek die Plattform an eine Investorengruppe mit Joffre Capital und Wei Zhou, dem ehemaligen Finanzvorstand von Binance.

Sollte die BSP tatsächlich die Lizenz entziehen, hätte das große Folgen. Einer der Insider vergleicht ein solches Szenario mit einem Erdbeben für den philippinischen Kryptomarkt. Die Plattform zählt mehr als 700.000 angeschlossene Verkaufsstellen und spielt eine zentrale Rolle im täglichen Krypto-Zahlungsverkehr des Landes. Bereits in diesem Jahr erweiterte Coins.ph seine QRPh-Zahlungsfunktion, sodass Nutzer Krypto-Guthaben, darunter Bitcoin und Ethereum, direkt bei teilnehmenden Geschäften in Pesos umwandeln können. Wie Regulierungsbehörden in der Region mit Krypto-Börsen umgehen, steht auch andernorts im Fokus: Südkorea blockierte bereits Dutzende ausländische Börsen wegen ähnlicher Compliance-Probleme.

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