Japan sanktioniert russische Krypto-Börse Garantex
Japan kündigt eine neue Runde von Sanktionen gegen Russland an. Die japanische Regierung setzt 33 Organisationen und 9 Personen auf eine Liste zur Einfrierung von Vermögenswerten, darunter die russische Krypto-Börse Garantex. Zugleich gelten neue Beschränkungen für 35 Schiffe, die zur sogenannten russischen Schattenflotte zählen. Garantex war bereits zuvor von den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und anderen Ländern sanktioniert worden, weil die Plattform russischen Akteuren geholfen haben soll, Finanzsanktionen zu umgehen.
Kurz gefasst:
- Japan friert die Vermögenswerte von 33 Organisationen und 9 Personen ein, darunter die Krypto-Börse Garantex.
- Zahlungen und Kapitaltransaktionen mit den sanktionierten Parteien sind künftig genehmigungspflichtig.
- 35 Schiffe der russischen Schattenflotte unterliegen neuen Dienstleistungs- und Finanzierungsbeschränkungen.
Garantex erneut im Visier
Die japanischen Sanktionen wurden am 2. Oktober in einer Mitteilung des Außenministeriums bekannt gegeben. Zahlungen an die sanktionierten Parteien und Kapitaltransaktionen mit ihnen, etwa Einlagen, Treuhandgeschäfte und Darlehen, sind künftig genehmigungspflichtig.
Garantex steht schon länger im Fokus westlicher Behörden. Die USA, die EU und mehrere andere Länder hatten der Börse bereits Beschränkungen auferlegt, weil die Plattform russischen Stellen dabei helfen soll, internationale Finanzsanktionen zu umgehen. Japan schließt sich nun dieser Linie an.
Auch Schattenflotte und Exportverbote betroffen
Neben dem Einfrieren von Vermögenswerten führt Japan ein Exportverbot für vier bestimmte Einrichtungen außerhalb Russlands und Belarus ein. Dabei handelt es sich um Parteien, die ebenfalls in der Mitteilung des Außenministeriums aufgeführt sind.
Für 35 Schiffe, die Japan als Teil der russischen Schattenflotte einstuft, gelten neue Dienstleistungs- und Finanzierungsbeschränkungen. So sind Dienstleistungen und Kapitaltransaktionen wie Darlehen und Schuldengarantien beim An- und Verkauf, bei der Vermietung oder Vercharterung dieser Schiffe künftig genehmigungspflichtig. Japan hatte bereits zuvor seine internationalen Kooperationen im maritimen und technologischen Bereich ausgebaut, wie aus den Plänen zur weiteren Robotisierung des Schiffbaus hervorgeht.
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