Russland droht mit Haftstrafen für illegales Kryptowährungs-Mining
Die russische Regierung macht ernst im Kampf gegen illegales Mining von digitalen Währungen. Das Justizministerium hat einen Gesetzesentwurf veröffentlicht, der harte Strafen für das Mining ohne Genehmigung vorsieht. Geplant sind Geldstrafen von bis zu 1,5 Millionen Rubel, Zwangsarbeit von bis zu zwei Jahren und in schwerwiegenden Fällen sogar Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.
Registrierung verpflichtend – sonst droht Haft
Seit November 2024 gilt in Russland ein gesetzlicher Rahmen für das Mining von digitalen Währungen. Nur wer im offiziellen Register der Steuerbehörde (FNS) eingetragen ist, darf legal minen. Sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen sind verpflichtet, monatlich zu melden, wie viel gemined wurde. Auf diese Weise will die Regierung vollständige Transparenz über die Mining-Aktivitäten im Land gewährleisten.
Nach dem Gesetzesentwurf macht sich strafbar, wer ohne Eintrag im Register Mining betreibt – insbesondere dann, wenn daraus erhebliche Gewinne oder Schäden entstehen. Bei Einnahmen von über 3,5 Millionen Rubel oder im Falle organisierter Gruppen verschärfen sich die Strafen. In solchen Fällen drohen Geldstrafen von bis zu 2,5 Millionen Rubel oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.
Kryptowährungen unter wachsendem Druck in Russland
Die Pläne kommen nicht überraschend. Bereits im Dezember hatte Vizepremier Alexander Novak angekündigt, dass die Regierung im Jahr 2026 strafrechtliche Maßnahmen gegen illegales Mining und andere undurchsichtige Finanzaktivitäten einführen werde. Der nun vorliegende Gesetzesentwurf ist die konkrete Umsetzung dieser Ankündigung. Die russische Regierung betrachtet Kryptomining als einen wirtschaftlich relevanten, aber risikobehafteten Bereich und strebt daher Kontrolle durch Regulierung an.
Trotz des strengen Tons ist Mining in Russland weiterhin erlaubt – vorausgesetzt, man registriert sich ordnungsgemäß und erfüllt die Berichtspflichten. Laut Angaben der FNS waren Ende Mai 2025 bereits über 1.000 Miner offiziell registriert. Das zeigt deutlich: Russland setzt auf Legalisierung und Kontrolle – doch wer sich nicht daran hält, muss künftig mit harten Konsequenzen rechnen. Siehe auch, wie Russland parallel an Krypto-Finanzierungen über die Sberbank arbeitet.
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