Geschäftliche Investitionen in Krypto jetzt in Südkorea erlaubt
Südkorea öffnet endlich die Tür für geschäftliche Investitionen in Kryptowährungen. Nach neun Jahren endet das Verbot für Unternehmen, digitale Vermögenswerte wie Bitcoin und Ethereum in der Bilanz zu führen. Es gibt jedoch eine Einschränkung: Unternehmen dürfen maximal 5 % ihres Eigenkapitals investieren – und nur in die Top 20 Coins, die an südkoreanischen Börsen gehandelt werden.
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Krypto endlich zugänglich für Unternehmen
Laut den neuen Richtlinien der südkoreanischen Finanzaufsicht FSC dürfen börsennotierte Unternehmen und professionelle Investoren bis zu 5 % ihres Eigenkapitals in Kryptowährungen investieren. Dabei geht es ausschließlich um Coins, die hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung zu den Top 20 an den fünf größten koreanischen Börsen zählen. Rund 3.500 Unternehmen sind für diese Regelung qualifiziert, die voraussichtlich noch in diesem Jahr in Kraft tritt.
Großer Schritt – mit angezogener Handbremse
Obwohl die Branche diesen Schritt begrüßt, gibt es auch Kritik. Anders als in den USA, Japan oder der EU gibt es in Korea eine klare Obergrenze für Unternehmen. Kritiker sehen darin eine Einschränkung für strategische Investoren – etwa im Vergleich zu Japan, wo Firmen wie Metaplanet ihren Unternehmenswert durch Bitcoin in der Bilanz steigern.
Ein weiterer Diskussionspunkt ist, ob dollarbasierte Stablecoins wie USDT unter die neue Regelung fallen. Darüber wird noch verhandelt. Klar ist jedoch, dass es Vorgaben zu diversifiziertem Handel und Orderlimits geben wird, um plötzliche Marktbewegungen zu vermeiden.
Erwartungen für 2026
Die Öffnung des Marktes für Unternehmen könnte weitreichende Folgen haben. Es wird bereits über eine auf dem Won basierende Stablecoin und südkoreanische Spot-Bitcoin-ETFs gesprochen. Auch könnten inländische Konzerne – darunter Tech-Riesen wie Samsung und Naver – einfacher in Blockchain-Projekte investieren, ohne auf ausländische Konstruktionen zurückgreifen zu müssen.
Allerdings besteht auch die Sorge, dass ausländische Fonds Südkorea wegen der bestehenden Beschränkungen weiterhin meiden werden. Marktteilnehmer hoffen daher, dass die 5 %-Obergrenze nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einem vollständig geöffneten Kryptomarkt für Unternehmen ist.
Mehr Informationen: sedaily.com
Südkorea bestätigt: Digitale Vermögenswerte mit Wert dürfen eingezogen werden
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