US-Kryptogesetz stößt auf scharfe Kritik vom Coinbase-CEO
Der US-Kryptomarkt steht erneut unter Druck, nachdem Coinbase-CEO Brian Armstrong seine Unzufriedenheit über einen kontroversen Gesetzesentwurf geäußert hat. Seiner Ansicht nach begünstigt das Gesetz in erster Linie traditionelle Banken und stellt eine Bedrohung für Innovationen im Sektor dar. Armstrong übt scharfe Kritik an der Bankenbranche und behauptet, diese versuche durch regulatorischen Einfluss, die Konkurrenz durch Krypto gezielt zu behindern.
Stablecoins sicherer als Banken?
In Interviews vom 16. Januar verweist Armstrong auf die Funktionsweise von Stablecoins, die zu 100 % durch Reserven gedeckt sind. Aus seiner Sicht ist das deutlich sicherer als das traditionelle System des Teilreservebankwesens, bei dem Banken nur einen Bruchteil der Einlagen tatsächlich halten. “Stablecoins basieren auf Transparenz und Sicherheit”, so Armstrong – mit Verweis auf Stablecoins wie USDC. Seiner Meinung nach sollten Kryptounternehmen die Möglichkeit erhalten, fair mit Banken zu konkurrieren – und nicht durch Gesetze ausgebremst werden, die sie benachteiligen.
Der CEO zeigt sich besorgt über den Einfluss der Banken in Washington. Während Banken zunehmend mit Kryptounternehmen für kommerzielle Zwecke kooperieren, versuchen ihre Lobbygruppen gleichzeitig, den Sektor durch neue Gesetze einzuschränken. Armstrong nennt das “regulatory capture” – das Phänomen, bei dem eine Branche die Regulierung zu ihrem eigenen Vorteil manipuliert, um Wettbewerb auszuschalten. In diesem Fall, so Armstrong, versuchten Banken ihre Vormachtstellung zu verteidigen – auf Kosten von Innovation und Verbraucherschutz.
Lieber kein Gesetz als ein schlechtes
Armstrong macht deutlich: Wenn die Wahl zwischen einem schlechten Gesetz und gar keinem Gesetz besteht, zieht er Letzteres vor.
“Ein schlechter Entwurf hilft niemandem”, sagt er. “Wenn der Gesetzesentwurf Krypto-Innovation erstickt und nur Banken bevorzugt, dann ist der Status quo besser.”
Er betont, dass es durchaus einen Bedarf an regulatorischer Klarheit gebe – allerdings nicht zulasten eines fairen Wettbewerbs.
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