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Kalshi gerät in den USA wegen Sportwetten ohne Lizenz unter Beschuss

Kalshi gerät in den USA wegen Sportwetten ohne Lizenz unter Beschuss
Kalshi gerät in den USA wegen Sportwetten ohne Lizenz unter Beschuss

Die US-amerikanische Prognoseplattform Kalshi gerät im Bundesstaat Massachusetts in rechtliche Schwierigkeiten. Ein dortiger Richter steht kurz davor, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, die Kalshi verbieten würde, weiterhin sportbezogene Verträge anzubieten. Der Vorwurf: Das Unternehmen betreibe illegales Glücksspiel – ohne die dafür erforderliche Lizenz.

Massachusetts will hart gegen nicht genehmigte Sportwetten vorgehen

Der Fall läuft seit September, als die Generalstaatsanwaltschaft von Massachusetts eine Klage gegen Kalshi einreichte. Aus Sicht des Bundesstaates fallen die Sportvorhersagen auf Kalshis Plattform unter regulierte Sportwetten, für die strenge Vorschriften gelten. Ohne offizielle Lizenz darf kein Unternehmen solche Dienste anbieten. Kalshi soll gegen diese Regeln verstoßen haben, indem es weiterhin binäre Sportwettenverträge an Nutzer aus Massachusetts verkauft hat.

Richter Christopher Barry-Smith kündigte diese Woche an, dass er Kalshi in Kürze eine einstweilige Verfügung auferlegen wird. Der Staat muss jedoch zunächst einen Vorschlag einreichen, wie genau das Verbot umgesetzt werden soll – insbesondere im Hinblick auf bereits bestehende Nutzerverträge. Kalshi hat bis Freitag Zeit, auf den Vorschlag zu reagieren. Danach wird voraussichtlich die offizielle Einstellung des Sportangebots in Massachusetts folgen.

Lizenzpflicht laut neuer Gesetzgebung

Der Kern des Problems liegt im Sports Wagering Law von Massachusetts. Dieses Gesetz schreibt vor, dass Unternehmen, die Sportwetten anbieten möchten, zuvor eine Lizenz beantragen müssen. Kalshi hat dies nie getan. Zwar argumentiert das Unternehmen, dass es sich bei Kalshi um einen Marktplatz für Vorhersagen und nicht um eine Wettplattform handle – doch die Behörden sehen das anders.

In seiner vorläufigen Einschätzung erklärte der Richter, es sei “im öffentlichen Interesse”, Kalshi der Lizenzpflicht zu unterwerfen. Damit positioniert sich das Gericht klar auf Seiten der Aufsichtsbehörden. Für Kalshi ist das möglicherweise ein schwerer Rückschlag – insbesondere, wenn andere Bundesstaaten diesem Beispiel folgen, wie es bereits bei ähnlichen Regulierungen in anderen Ländern diskutiert wurde.

Ob Kalshi Berufung einlegt oder das Angebot vorübergehend einstellt, ist derzeit unklar. Aktuell deutet alles darauf hin, dass die Plattform ihr Sportwettenangebot in Massachusetts noch in dieser Woche offline nehmen muss.

Mehr Informationen findest du bei CoinDesk.

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