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Große amerikanische Gewerkschaften stellen sich gegen neues Kryptogesetz

Große amerikanische Gewerkschaften stellen sich gegen neues Kryptogesetz
Große amerikanische Gewerkschaften stellen sich gegen neues Kryptogesetz

Ein neues amerikanisches Kryptogesetz stößt auf starke Kritik von großen Gewerkschaften in den Vereinigten Staaten. Organisationen wie die AFL-CIO, SEIU und die National Education Association fordern Senatoren dazu auf, gegen den Vorschlag zu stimmen. Ihrer Ansicht nach bringt das Gesetz Risiken für die Renten und Ersparnisse von Millionen Amerikanern mit sich.

Im Mittelpunkt der Debatte steht ein neues Marktstrukturgesetz für Kryptowährungen, das in dieser Woche im Senat behandelt wird. Befürworter sehen den Vorschlag als wichtigen Schritt hin zu klaren Vorschriften für den Kryptosektor, während Gegner finanzielle Instabilität und zusätzliche Risiken für Verbraucher befürchten.

Gewerkschaften befürchten Risiken für Pensionen

In einem Brief an amerikanische Senatoren schreiben mehrere große Gewerkschaften, dass das Gesetz die Tür für eine stärkere Krypto-Exponierung innerhalb von Pensionsfonds und öffentlichen Investitionen öffnet. Laut den Organisationen könnten die starken Kursschwankungen digitaler Assets letztlich Arbeitnehmer und Rentner treffen.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die American Federation of Teachers, die National Education Association und AFSCME. Gemeinsam vertreten diese Organisationen Millionen Beschäftigte im öffentlichen Sektor.

Die Gewerkschaften argumentieren, dass Kryptounternehmen größere Risiken eingehen könnten, wenn die Regulierung ihnen zusätzliche Legitimität verleiht. Sollte der Markt anschließend Probleme bekommen, würden ihrer Ansicht nach gewöhnliche Arbeitnehmer letztlich die Folgen tragen und nicht große Krypto-Investoren.

CNBC berichtet, dass der Senatsausschuss am Donnerstag über den Gesetzesvorschlag abstimmt.

Politische Spaltung in Washington

Das Kryptogesetz erhielt in den vergangenen Monaten Unterstützung sowohl von Republikanern als auch von einem Teil der Demokraten. Dennoch bestehen weiterhin Sorgen hinsichtlich Verbraucherschutz, Aufsicht und möglicher Interessenkonflikte innerhalb des Sektors.

Laut CNBC wurde der endgültige Text des Gesetzesentwurfs selbst kurz vor der Abstimmung noch nicht vollständig veröffentlicht. Das sorgt für zusätzliche Kritik von Gegnern.

Neben den Gewerkschaften äußert auch der amerikanische Bankensektor Bedenken gegen bestimmte Teile des Gesetzes. Banken machen sich Sorgen über Vorschriften rund um Stablecoins und Zahlungsprodukte von Kryptounternehmen. Die Diskussion folgt kurz nachdem alte Kontroversen rund um Tether erneut aufflammten.

Kryptoregulierung bleibt sensibles Thema

Die Vereinigten Staaten arbeiten bereits seit längerer Zeit an einem klaren rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen. Besonders seit Präsident Donald Trump sich positiver gegenüber digitalen Assets positioniert, wächst der politische Druck zur Einführung neuer Vorschriften.

Befürworter sind der Ansicht, dass klare Regeln Innovation fördern und großen Finanzinstituten mehr Sicherheit geben. Gegner befürchten hingegen, dass der Sektor zu schnell mit traditionellen Finanzmärkten verflochten wird. Gleichzeitig investieren große Unternehmen zunehmend in Blockchain-Infrastruktur, wie aus der Nachricht hervorgeht, dass Digital Asset eine Bewertung von 2 Milliarden Dollar anstrebt.

Die Abstimmung am Donnerstag gilt daher als wichtiger Test für die Zukunft der Kryptoregulierung in den Vereinigten Staaten.

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