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Brasilien verlangt ab Oktober 2026 Meldepflicht für Self-Custody-Wallets

Brasilien verlangt ab Oktober 2026 Meldepflicht für Self-Custody-Wallets
Brasilien verlangt ab Oktober 2026 Meldepflicht für Self-Custody-Wallets

Die brasilianische Zentralbank führt zum 1. Oktober 2026 eine Meldepflicht für Überweisungen digitaler Vermögenswerte an oder von Self-Custody-Wallets im Wert von $10.000 oder mehr ein. Die neue Regelung, festgehalten in der Resolution BCB Nr. 588, erweitert die bestehenden Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Transaktionen werden nicht verboten, und es gilt kein Transaktionslimit.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Brasilien verpflichtet zu Meldungen bei Self-Custody-Wallet-Überweisungen ab $10.000.
  • Die neuen Regeln gelten ab dem 1. Oktober 2026 und ergeben sich aus der Resolution BCB Nr. 588.
  • Es gibt kein Verbot von Self-Custody-Wallets, und kleinere Transaktionen werden nicht automatisch zusammengefasst.

Meldepflicht gilt ab $10.000

Die brasilianische Zentralbank, die Banco Central do Brasil, hat die bestehenden AML/CFT-Regeln um eine spezifische Bestimmung für Self-Custody-Wallets erweitert. Dabei handelt es sich um Krypto-Wallets, bei denen der Nutzer die Schlüssel selbst verwaltet, ohne Einschaltung einer Exchange oder einer anderen Partei.

Ab dem 1. Oktober 2026 müssen Überweisungen digitaler Vermögenswerte an oder von solchen Wallets im Wert von $10.000 oder mehr gemeldet werden. Die Pflicht gilt sowohl für Barzahlungen ab 50.000 brasilianischen Real als auch für Devisentransaktionen mit ausländischen Währungen über $10.000.

Kein Verbot, aber mehr Aufsicht

Wichtig ist, was die Resolution nicht regelt. Self-Custody-Wallets werden nicht verboten, und es wurde kein Höchstbetrag pro Transaktion festgelegt. Auch mehrere kleinere Transaktionen unter der Schwelle von $10.000 werden für die Meldepflicht nicht automatisch zusammengerechnet.

Brasilien folgt damit einem breiteren internationalen Trend, bei dem Aufsichtsbehörden mehr Einblick in Krypto-Transaktionen außerhalb traditioneller Plattformen gewinnen wollen. Die Resolution wurde von Nilton José Schneider David unterzeichnet, dem kommissarischen Direktor für Regulierung der brasilianischen Zentralbank.

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