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CFTC gewährt Anbietern passiver Software regulatorischen Freiraum

CFTC gewährt Anbietern passiver Software regulatorischen Freiraum
CFTC gewährt Anbietern passiver Software regulatorischen Freiraum

Die US-Aufsichtsbehörde für Rohstoffmärkte, die CFTC, gibt Anbietern passiver Handelssoftware mehr Rechtssicherheit. Die Abteilung Market Participants Division veröffentlicht Staff Letter 26-25, mit dem die Ausnahme, die zuvor speziell dem Krypto-Wallet Phantom gewährt wurde, nun breit für alle infrage kommenden Anbieter passiver Software gilt, auch außerhalb des Kryptosektors.

In Kürze:

  • Die CFTC weitet eine bestehende No-Action-Ausnahme auf alle Anbieter passiver Software aus, die bestimmte Bedingungen erfüllen.
  • Anbieter müssen sich unter dieser Ausnahme nicht als Introducing Broker registrieren.
  • Die Software darf keine Orders steuern, kein Vermögen verwalten und keine Kauf- oder Verkaufssignale generieren.

Was die No-Action-Position beinhaltet

Eine No-Action-Position bedeutet, dass die Aufsichtsbehörde erklärt, keine Durchsetzungsmaßnahmen empfehlen zu werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. In diesem Fall teilt die CFTC mit, dass Anbieter passiver Software sich nicht als Introducing Broker oder als damit verbundene Person registrieren lassen müssen.

Laut der offiziellen Mitteilung der CFTC gilt die Ausnahme ausschließlich für das Anbieten und Vermarkten von Software, mit der Nutzer über registrierte Futures Commission Merchants, Introducing Broker und designierte Kontraktmärkte handeln können.

Strenge Bedingungen an die Software

Die Ausnahme gilt nur, wenn die Software ausschließlich als Schnittstelle fungiert. Das heißt, Nutzer können Orders direkt für von der CFTC regulierte Derivate einreichen, darunter Event Contracts und Perpetual Contracts, wie sie auch auf verschiedenen Kryptobörsen angeboten werden.

Die Software darf dabei keine Guthaben von Nutzern verwalten, keine expliziten Kauf- oder Verkaufssignale generieren und keine eigenen Entscheidungen über die Ausführung oder Weiterleitung von Orders treffen. Sobald Software an einem dieser Punkte aktiv eingreift, entfällt die Ausnahme.

Breitere Anwendung als frühere Ausnahme

Der neue Brief baut auf Staff Letter 26-09 auf, der zuvor speziell für Phantom ausgestellt wurde. Mit der Veröffentlichung von Staff Letter 26-25 macht die CFTC deutlich, dass die Regelung nicht auf eine einzelne Partei oder den Kryptosektor beschränkt bleibt, sondern für eine breitere Gruppe von Softwareanbietern gilt, die die gestellten Bedingungen erfüllen.

Die Maßnahme gibt vor allem Anbietern von Handelssoftware mehr Klarheit darüber, wann sie außerhalb der regulären Registrierungspflicht für Broker fallen. Das ist relevant, da die Grenze zwischen technischer Dienstleistung und finanzieller Vermittlung in der Praxis nicht immer scharf zu ziehen ist.

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