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Malaysia: Nep-Ledger enthielt versteckten Spionagechip

Malaysia: Nep-Ledger enthielt versteckten Spionagechip
Malaysia: Nep-Ledger enthielt versteckten Spionagechip

Mark Karpelès, ehemaliger Geschäftsführer der insolventen Bitcoin-Börse Mt. Gox, hat eine Ledger Nano X Hardware Wallet erhalten, die trotz unversehrter Schrumpffolie ein verborgenes Spionage-Modul enthielt. Der Chip steckte dort, wo normalerweise die Polsterung hinter dem Display sitzt, sodass er selbst nach dem Öffnen des Geräts kaum zu erkennen war. Das Paket war aus Malaysia per DHL Express verschickt worden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Ledger Nano X aus Malaysia enthielt trotz unversehrter Verpackung einen verborgenen Spionage-Chip.
  • Der Chip war geschickt hinter dem Display versteckt und wirkte wie Original-Hardware.
  • Ledger empfiehlt Nutzern, ihr Gerät anhand der offiziellen Sicherheitshinweise zu überprüfen.

Chip als Originalbauteil getarnt

Karpelès teilt auf X Vergleichsfotos der Originalplatine und des implantierten Moduls. Seiner Darstellung nach sind solche Implantate im Laufe der Jahre immer raffinierter geworden: Wurden früher lose Drähte von Hand gelötet, handelt es sich heute um vollwertige Platinen, die auf den ersten Blick kaum von Original-Hardware zu unterscheiden sind.

Das Gerät enthielt nach seinen Angaben eine SIM-Karte im Spionage-Modul. Karpelès macht dazu sogar einen trockenen Scherz: Wer kostenlose mobile Daten wolle, müsse die SIM-Karte nur herausziehen, warnt aber, dass dann möglicherweise die Polizei vor der Tür stehe, weil sie einen für den Hersteller halte.

Ledger ruft Nutzer zur Überprüfung auf

Karpelès bittet andere Nutzer, die ein möglicherweise verdächtiges Gerät erhalten haben, ihm Fotos zuzusenden, damit er ähnliche Implantate aufspüren kann. Gleichzeitig verweist er auf die offiziellen Sicherheitshinweise von Ledger, um zu prüfen, ob ein Gerät authentisch ist.

Ledger selbst hat den vorliegenden Informationen zufolge nicht offiziell bestätigt, welche Funktion das gefundene Modul hat, und ein möglicher Zusammenhang mit jüngsten Verlusten bei Kunden ist bislang nicht belegt. Die Situation fügt sich jedoch in ein größeres Muster ein: Bereits zuvor berichteten wir über geleerte Ledger Hardware Wallets mit Verlusten von bis zu 86 Millionen Dollar.

Für Ledger-Nutzer ist die Empfehlung eindeutig: Nur bei offiziellen Verkaufsstellen kaufen und das Gerät anhand der Sicherheitshinweise des Herstellers überprüfen, auch wenn die Verpackung unversehrt aussieht.

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