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Microsofts X-Account gehackt, um Clippy-Memecoin zu bewerben

Microsofts X-Account gehackt, um Clippy-Memecoin zu bewerben
Microsofts X-Account gehackt, um Clippy-Memecoin zu bewerben

Das offizielle X-Konto von Microsoft wurde gehackt und rund 30 Minuten lang missbraucht, um einen Memecoin rund um die bekannte Büroklammer-Figur Clippy zu bewerben. Das Konto folgte Accounts, die den Token anpriesen, teilte deren Beiträge und tauschte auch das Profilbild aus. Microsoft distanziert sich vollständig von dem Token und kündigt rechtliche Schritte an.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das X-Konto von Microsoft wurde etwa 30 Minuten lang genutzt, um einen Clippy-Memecoin zu bewerben.
  • Microsoft erklärt, nie die Erlaubnis zur Verwendung des Namens Clippy oder anderer Markenrechte im Zusammenhang mit Krypto erteilt zu haben.
  • Das Unternehmen kündigt rechtliche Schritte an, um den nicht autorisierten Token und zugehörige Materialien entfernen zu lassen.

Gehacktes Konto bewirbt Clippy-Token

Auslöser für den Hack war ein früherer Beitrag von Microsoft auf X, in dem das Unternehmen spielerisch 500.000 Likes für die Rückkehr von Clippy verlangte. Dieser Beitrag bot Kriminellen offenbar genau die Gelegenheit, die sie suchten. Nach der Übernahme des Kontos folgte es Promotern eines Clippy-Tokens und teilte deren Beiträge erneut, wie Coin Bureau berichtet.

Microsoft reagierte schnell. In einer Erklärung auf X entschuldigt sich das Unternehmen für die Verwirrung, die die früheren Beiträge möglicherweise verursacht haben. Es stellt unmissverständlich klar, dass es keine Kryptowährung und keinen kryptobezogenen Token unterstützt, sponsert oder billigt.

Microsoft droht mit rechtlichen Schritten

Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass das Kürzel $MSFT zwar das legitime Börsenticker von Microsoft ist, der zugehörige Token jedoch nichts mit der Aktie zu tun hat und keinerlei Eigentumsrechte am Unternehmen repräsentiert. Laut Microsoft erweckt die Verwendung seines Namens, Bildmaterials und seiner Markenrechte in Kombination mit einem nicht autorisierten Token den irreführenden Eindruck einer Beteiligung.

Microsoft kündigt rechtliche Schritte an, um den Token und alle zugehörigen Materialien aus dem Internet entfernen zu lassen. Das Unternehmen ruft Nutzer dazu auf, sich ausschließlich über offizielle Kanäle über seine Marken, Produkte und Wertpapiere zu informieren.

Bekannte Accounts werden häufiger für Memecoins missbraucht

Der Vorfall steht nicht allein. Bereits Anfang des Jahres wurden Berichten zufolge auch Konten gekapert, die mit dem CEO von Robinhood, SpaceX und Starlink in Verbindung gebracht werden, um Memecoins zu pushen. Der Missbrauch bekannter Namen und Marken für Kryptowerbung ist ein Muster, das Anleger schon länger beunruhigt. So verkaufte das Trump-Team Anfang des Jahres laut früheren Untersuchungen innerhalb von acht Monaten Token im Wert von 249 Millionen Dollar, was ebenfalls Fragen nach der Grenze zwischen Werbung und Irreführung aufwarf.

Ob die Macher des Clippy-Tokens tatsächlich straf- oder zivilrechtlich belangt werden, ist noch nicht bekannt. Microsoft betont, die Angelegenheit ernst zu nehmen.

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