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NEAR Intents gehackt: 3,8 Millionen Dollar erbeutet, Lazarus Group im Verdacht

NEAR Intents gehackt: 3,8 Millionen Dollar erbeutet, Lazarus Group im Verdacht
NEAR Intents gehackt: 3,8 Millionen Dollar erbeutet, Lazarus Group im Verdacht

NEAR Intents ist von einem Sicherheitsvorfall betroffen, bei dem Angreifer rund 3,8 Millionen US-Dollar erbeuten konnten. Sicherheitsforschern zufolge wurden die gestohlenen Gelder zu KuCoin transferiert und in Bitcoin umgetauscht. Die verwendete Exploit-Adresse soll zuvor Kontakt zu einer Adresse gehabt haben, die mit der nordkoreanischen Lazarus Group in Verbindung gebracht wird.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Bug in der Omni-Infrastruktur ermöglichte den Diebstahl von 3,865 Millionen US-Dollar aus NEAR Intents
  • Die gestohlenen Gelder wurden an KuCoin überwiesen und anschließend in Bitcoin umgetauscht
  • Die Exploit-Adresse ist mit einer Adresse der Lazarus Group verknüpft, einer Hackergruppe, die mit Nordkorea in Verbindung gebracht wird

Bug in der Omni-Infrastruktur ausgenutzt

NEAR Intents meldet, dass der Angriff durch einen Bug im Zusammenspiel zwischen der Omni-Infrastruktur für Einzahlungen und Auszahlungen und dem NEAR-Intents-Smart-Contract verursacht wurde. Sobald der Vorfall entdeckt wurde, wurden die Dienste vorübergehend eingestellt.

Die Schwachstelle aufseiten des Smart Contracts ist inzwischen geschlossen. NEAR Intents erwartet, den Dienst innerhalb einer Stunde wieder aufnehmen zu können, doch Einzahlungen und Auszahlungen bleiben in einer Reihe von Netzwerken noch etwa zwölf Stunden offline. Betroffen sind BSC, Polygon, TON, Optimism, Avalanche, Stellar, Monad, LayerX, Adi, Scroll und Plasma. Nutzer, die Guthaben in diesen Netzwerken innerhalb von NEAR Intents halten, können diese nach dem Neustart in andere Token umtauschen.

NEAR Intents gibt an, dass alle verlorenen Gelder vollständig erstattet werden. Der Vorfall wurde bei der Polizei gemeldet, und das Unternehmen arbeitet mit Sicherheitsforschern und Blockchain-Analyseunternehmen zusammen, um die Gelder nachzuverfolgen und nach Möglichkeit zurückzuholen. Ein detaillierter Bericht soll in den kommenden Tagen folgen.

Lazarus Group im Visier

Das Sicherheitsunternehmen PeckShield meldet auf Grundlage eines Hinweises des Forschers ZachXBT, dass der Angreifer mehrere unregelmäßige Abflüsse über die BSC-Hot-Wallet von NEAR Intents verursacht hat. Insgesamt geht es um 3,865 Millionen US-Dollar.

Die gestohlenen Gelder wurden an KuCoin überwiesen und anschließend über eine Bridge in Bitcoin umgetauscht. Auffällig ist, dass die verwendete Adresse zuvor mit einer Adresse interagiert hat, die als zur Lazarus Group gehörend gekennzeichnet ist, der nordkoreanischen Hackergruppe, die für zahlreiche große Krypto-Diebstähle weltweit verantwortlich gemacht wird.

Das NEAR Protocol war zuvor bereits in den Schlagzeilen, und zwar wegen des Starts eines NEAR ETF, der am ersten Tag 355 Millionen US-Dollar einsammelte und der Einführung eines NEAR ETP durch Bitwise. Dieser Vorfall wirft nun einen Schatten auf das Ökosystem, und es bleibt abzuwarten, wie schnell der Dienst vollständig wiederhergestellt werden kann und ob die gestohlenen Gelder nachverfolgbar bleiben.

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