Neun von zehn britischen Banken blockieren Kryptozahlungen
Neun von zehn der größten britischen Retailbanken blockieren oder beschränken Zahlungen an Kryptobörsen. Daran wird sich auch nichts ändern, nachdem die britische Finanzaufsicht FCA im Oktober 2027 einen vollständigen Regelrahmen für Kryptoassets einführt. Die FCA erklärt, sie hoffe, dass die Banken ihre Beschränkungen freiwillig aufheben, sobald mehr regulatorische Klarheit herrscht, doch die Aufsicht verpflichtet sie nicht dazu. Wie viel Risiko sie eingehen wollen, dürfen die Banken selbst entscheiden. Meldet The Banker.
Das Wichtigste in Kürze:
- Neun von zehn der größten britischen Retailbanken blockieren derzeit Zahlungen an Kryptobörsen oder beschränken sie.
- Die FCA verpflichtet die Banken nicht, diese Beschränkungen aufzuheben, auch nicht nach Einführung des neuen Krypto-Regelrahmens im Oktober 2027.
- Der Regelrahmen der FCA umfasst unter anderem Kryptobörsen, Stablecoins, Verwahrung und Staking. Anträge auf Genehmigungen können ab dem 30. September 2026 gestellt werden.
Banken halten an Beschränkungen fest
Die britische Regierung präsentiert das Land gern als künftiges Zentrum für digitale Assets, doch in der Praxis stoßen Verbraucher bei den meisten großen Banken auf Beschränkungen, sobald sie Geld an eine Kryptobörse überweisen wollen. Neun der zehn größten Retailbanken verhängen derzeit ein vollständiges Verbot oder eine Obergrenze für solche Zahlungen.
Die FCA hat bestätigt, dass sie die Banken rechtlich nicht dazu zwingen kann. Selbst nach Inkrafttreten des umfassenden Krypto-Regelrahmens bleibt es den Banken selbst überlassen, ob sie solche Zahlungen abwickeln wollen. Die Aufsicht äußert die Hoffnung, dass mehr regulatorische Klarheit die Hürde für die Banken senkt, Garantien gibt es jedoch nicht.
FCA öffnet Genehmigungsverfahren im September 2026
Zugleich hat die FCA Leitlinien zum Umfang des künftigen Regelrahmens für Kryptoassets veröffentlicht. Das Regime tritt am 25. Oktober 2027 in Kraft. Unternehmen, die eine Genehmigung beantragen wollen, können dies ab dem 30. September 2026 tun.
Der Rahmen deckt ein breites Spektrum von Dienstleistungen ab: die Ausgabe sogenannter qualifizierter Stablecoins, Krypto-Handelsplattformen, den Handel mit und die Vermittlung von Kryptoassets, die Verwahrung und Staking. Die FCA kündigt an, im Oktober eine ergänzende Konsultation auf Grundlage jüngster Gesetzesänderungen durchzuführen.
Die Spannung zwischen den Ambitionen der britischen Regierung und dem zurückhaltenden Verhalten der Banken bleibt damit vorerst bestehen. Solange die Banken nicht verpflichtet werden, Kryptozahlungen abzuwickeln, ändert sich für viele Verbraucher in der Praxis wenig, auch wenn formell eine Aufsicht eingerichtet ist.
Keine Finanzberatung. Blockchain Stories bietet ausschließlich informative Inhalte. Krypto-Assets sind sehr volatil und Sie können Ihren gesamten Einsatz verlieren. Führen Sie stets Ihre eigene Recherche durch. Lesen Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss.
Affiliate-Hinweis. Einige Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links. Wenn Sie sich über einen solchen Link bei einem Partner anmelden, erhalten wir möglicherweise eine Provision, ohne zusätzliche Kosten für Sie. Dies beeinflusst niemals unsere Berichterstattung. Lesen Sie unsere redaktionellen Richtlinien.