Nomura-Tochter Laser Digital eröffnet erste neue Krypto-Börse in Japan seit vier Jahren
Laser Digital Japan, der japanische Ableger der Digital-Asset-Tochter von Nomura, hat die Registrierung als Krypto-Börse abgeschlossen. Damit ist das Unternehmen der erste neue Anbieter, der seit vier Jahren eine solche Lizenz in Japan erhält. Zunächst konzentriert sich das Unternehmen auf Liquiditätsdienstleistungen für lokale Anbieter, mit Plänen, institutionellen Anlegern später ebenfalls Zugang zum Handel mit digitalen Vermögenswerten zu ermöglichen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Laser Digital Japan wurde als Anbieter von Krypto-Asset-Börsendiensten nach dem japanischen Zahlungsdienstegesetz zugelassen.
- Es ist die erste Neuregistrierung im japanischen Kryptosektor seit 2022.
- Das Unternehmen startet mit Liquiditätsdienstleistungen und will später Handelsplattformen für institutionelle Anleger anbieten.
Erste Neuzulassung seit vier Jahren
Laser Digital Japan wurde von der japanischen Aufsichtsbehörde als Anbieter von Krypto-Asset-Börsendiensten registriert, wie Nomura Holdings bekannt gibt. Die Registrierung fällt unter das Zahlungsdienstegesetz und ist die erste neue Lizenz im japanischen Kryptosektor seit vier Jahren. Seitdem hat Japan umfassende regulatorische Reformen umgesetzt, unter anderem im Bereich Stablecoins.
Steve Ashley, Mitgründer und Executive Chairman von Laser Digital, sagt, die Registrierung zeige, dass das Unternehmen die japanischen Aufsichtsanforderungen erfüllen könne. Seiner Einschätzung nach suchen institutionelle Anleger weltweit zunehmend Zugang zu digitalen Vermögenswerten und der dazugehörigen Infrastruktur.
Institutionelle Anleger zeigen wachsendes Interesse
Laser Digital Japan konzentriert sich zunächst darauf, die Liquidität für japanische Anbieter virtueller Vermögenswerte zu verbessern. Später will das Unternehmen auch Handelsmöglichkeiten für institutionelle Anleger anbieten. Wann diese Dienste genau starten, will das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Aus einer gemeinsamen Studie von Nomura und Laser Digital unter institutionellen Anlegern aus dem Jahr 2026 geht hervor, dass das Interesse an digitalen Vermögenswerten in Japan wächst. So geben 65 Prozent der Befragten an, digitale Vermögenswerte als Chance zur Streuung ihres Portfolios zu sehen. Von dieser Gruppe sagt fast 79 Prozent, dass sie planen, in den nächsten drei Jahren in diese Anlageklasse zu investieren. Japan hat Krypto-Assets zuvor bereits als Finanzinstrumente eingestuft, was die Grundlage für mögliche Produkte wie Krypto-ETFs legt. Japanische Bitcoin-ETFs hatten zuvor bereits die Aufmerksamkeit von Anlegern auf sich gezogen, auch im Zusammenhang mit den starken Zuflüssen bei Bitcoin-ETFs weltweit.
Jez Mohideen, Mitgründer und CEO von Laser Digital, erklärt, der japanische Markt für digitale Vermögenswerte trete in eine neue Phase der Reife ein. Er verweist auf den Bedarf an verlässlichen Gegenparteien und Infrastruktur, die speziell auf institutionelle Anleger ausgerichtet ist.
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