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Russland erwartet 46 Milliarden Dollar Krypto-Handel im ersten Jahr

Russland erwartet 46 Milliarden Dollar Krypto-Handel im ersten Jahr
Russland erwartet 46 Milliarden Dollar Krypto-Handel im ersten Jahr

Russland öffnet am 1. September offiziell die Tür für regulierten Krypto-Handel über zugelassene Börsen. Sberbank-Vizevorstand Anatoly Popov erwartet, dass das Handelsvolumen im ersten Jahr mindestens 46,43 Milliarden Dollar erreicht und bis 2029 auf 87,06 Milliarden Dollar anwächst. Vorläufig sind nur Bitcoin, Ethereum und Tether für den Handel an russischen Börsen zugelassen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Russland legalisiert den Krypto-Handel über zugelassene Börsen ab dem 1. September
  • Sberbank schätzt das regulierte Handelsvolumen im ersten Jahr auf bis zu 46,43 Milliarden Dollar
  • Nur Bitcoin, Ethereum und Tether sind an offiziellen russischen Börsen erlaubt

Sberbank: Nur 20 Prozent des aktuellen Volumens landet an Börsen

Popov stützte seine Schätzung auf Zahlen des russischen Finanzministeriums. Demnach liegt das tägliche Krypto-Transaktionsvolumen in Russland derzeit bei rund 50 Milliarden Rubel, was etwa 18 Billionen Rubel pro Jahr entspricht. Laut TASS erwartet SberCIB Investment Research, dass im ersten Jahr nach der Legalisierung nur etwa 20 Prozent dieses Volumens, grob 3,5 bis 4 Billionen Rubel, über offizielle Börsen gehandelt werden.

Popov erklärt, warum die Erwartung so vorsichtig ist: Ein großer Teil der Transaktionen wird weiterhin über nicht registrierte Krypto-Dienste laufen. Zudem tritt das Gesetz zwar am 1. September in Kraft, doch professionelle Marktteilnehmer haben bis zum 1. Juli 2027 Zeit, eine Lizenz zu beantragen. Der Markt ist im ersten Jahr also noch lange nicht ausgereift.

Popov sieht jedoch ein allmähliches Wachstum: Das Volumen könnte bis 2028 auf 4,75 bis 5,25 Billionen Rubel steigen und schließlich 2029 bei 7,5 Billionen Rubel liegen, je mehr Anleger zum offiziellen System wechseln.

Strenge Grenzen für Privatanleger

Die Regulierung setzt klare Grenzen für private Investitionen. Nicht qualifizierte Anleger dürfen jährlich maximal 300.000 Rubel, umgerechnet etwa 3.800 Dollar, für Krypto-Käufe über einen einzigen zugelassenen Vermittler ausgeben. Zuvor müssen sie einen Risikotest ablegen, eine Pflicht, die die russische Zentralbank auferlegt.

Wer als qualifizierter Anleger gilt, darf bis zu 3 Millionen Rubel, rund 38.000 Dollar, investieren. Auch das ist eine Einschränkung, die große Handelsvolumina verhindert. Die russische Zentralbank hat die Anforderungen für qualifizierte Anleger allerdings zuletzt etwas gelockert.

Darüber hinaus ist das Angebot an offiziellen Börsen vorerst begrenzt. Nur Bitcoin, Ethereum und Tether haben die Genehmigung der russischen Zentralbank. Andere Coins bleiben vom offiziellen Handel ausgeschlossen. Sberbank, die zuvor bereits Bitcoin, Ethereum und Tether als Kreditsicherheit akzeptieren wollte, spielt damit eine zentrale Rolle im aufkommenden russischen Krypto-Markt. Börsen können sich bis zum 1. Juli 2027 registrieren, danach läuft die Übergangsfrist ab.

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