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Warren und Bessent streiten über Anleihekäufe und Zinsen

Warren und Bessent streiten über Anleihekäufe und Zinsen
Warren und Bessent streiten über Anleihekäufe und Zinsen

Ein hitziger Schlagabtausch zwischen Senatorin Elizabeth Warren und Finanzminister Scott Bessent über das Anleihekaufprogramm des US-Finanzministeriums sorgt für Aufmerksamkeit. Warren nennt das Programm chaotisch und verweist auf steigende Zinsen, während Bessent ihre Finanzkenntnisse scharf angreift. Im Hintergrund spielt eine besorgniserregende Zinsentwicklung: Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen erreichte am 30. September ein Niveau, das zuletzt 2002 gesehen wurde.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Warren kritisiert das Anleihekaufprogramm des Finanzministeriums als gescheitert und chaotisch.
  • Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen erreichte am 30. September mit 5,34% den höchsten Stand seit über zwanzig Jahren.
  • Bessent verteidigt das Programm und reagiert scharf auf Warrens Kritik an ihren Finanzkenntnissen.

Warren: Käufe wirken kontraproduktiv

Senatorin Warren argumentiert, dass das Anleihekaufprogramm sein Ziel verfehlt. Sie weist darauf hin, dass die Zinsen am Anleihemarkt an den ersten beiden Handelstagen, an denen das Ministerium Käufe durchführte, entgegen der Erwartung stiegen statt sanken. Das ist das Gegenteil dessen, was solche Programme bezwecken.

Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg am 30. September auf 5,34%, den höchsten Stand seit 2002. Dieser Anstieg schlägt sich in den Kosten für normale Amerikaner nieder: höhere Hypothekenzinsen, teurere Autokredite und steigende Zinslasten für Unternehmen und den Staat selbst.

Bessent kontert Kritik mit Spitze gegen Finanzkenntnisse

Bessent lässt die Kritik nicht auf sich sitzen. Er weist darauf hin, dass das Kaufprogramm bereits seit Mai 2024 läuft und seiner Ansicht nach von den Marktteilnehmern gut aufgenommen wird. Warrens Reaktion bezeichnet er als Beweis für ihre Unkenntnis auf dem Gebiet der Finanzmärkte.

Der Minister geht noch einen Schritt weiter und bietet ihr das Buch „Fixed Income for Dummies” an, allerdings nur, wenn sie den von ihm sogenannten Yale-Test besteht, eine Spitze gegen Warrens Hintergrund an der Harvard-Universität. Die Debatte zeigt, wie sensibel das Thema gestiegene Zinsen in den USA inzwischen auch politisch ist, da die Kosten für Kredite und Hypotheken für Haushalte und Unternehmen spürbar steigen.

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