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CEO von Bitfarms: Bitcoin Mining hat seinen Zenit überschritten

CEO von Bitfarms: Bitcoin Mining hat seinen Zenit überschritten
CEO von Bitfarms: Bitcoin Mining hat seinen Zenit überschritten

Bitfarms schlägt einen neuen strategischen Kurs ein und beginnt mit dem schrittweisen Rückzug aus dem Bitcoin Mining. Das Unternehmen plant, sich künftig vollständig auf KI und Hochleistungsrechnen (HPC) zu fokussieren. Die Anlage in Washington soll als erstes umgewandelt werden und bis Ende 2026 in Betrieb gehen. Die Ankündigung führte sofort zu Turbulenzen an der Börse: Die Aktie fiel um fast 18 Prozent auf 2,60 US-Dollar, mit weiteren Verlusten nach Börsenschluss.

Washington wird KI Rechenzentrum mit Nvidia Technologie

Das 18 Megawatt große Rechenzentrum im US Bundesstaat Washington wird umfassend modernisiert. Bitfarms gab bekannt, dass die Anlage mit flüssigkeitsgekühlter Infrastruktur ausgestattet wird, optimiert für die neuesten Nvidia GB300 GPUs. Eine Vereinbarung im Wert von 128 Millionen US-Dollar mit einem US Anbieter sichert bereits jetzt die gesamte Hardware- und Materiallieferkette ab. Das Projekt soll bis Dezember 2026 abgeschlossen sein und eine besonders effiziente Energienutzung mit einem Power Usage Effectiveness (PuE) Wert zwischen 1,2 und 1,3 erreichen.

Laut CEO Ben Gagnon ist das Potenzial dieser einzelnen Anlage enorm. Obwohl sie weniger als ein Prozent des gesamten Portfolios ausmacht, könnte sie laut Gagnon mehr Gewinn abwerfen als das Unternehmen je mit Bitcoin Mining erzielt hat. Der Standort in Washington soll als Grundlage für ein GPU as a Service Modell oder als kommerzielle Cloud Infrastruktur für KI Anwendungen dienen. Weitere Details sind in der offiziellen Pressemitteilung von Bitfarms zu finden.

Strategiewechsel nach enttäuschendem Quartal

Bitfarms legte kürzlich seine Zahlen für das dritte Quartal vor, die deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Das Unternehmen verzeichnete einen Verlust von 46 Millionen US-Dollar, fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Zwar stieg der Umsatz um 156 Prozent auf 69 Millionen US-Dollar, blieb damit jedoch unter den Prognosen der Analysten. Im Berichtszeitraum wurden 520 Bitcoin zu durchschnittlichen Kosten von 48.200 US-Dollar je Coin gemint. Der aktuelle Bestand liegt bei 1.827 BTC.

Der Kurssturz von 18 Prozent folgte direkt auf die Veröffentlichung der Zahlen und die Ankündigung des Strategiewechsels. Laut Gagnon ist dieser Schritt jedoch unausweichlich. Er erklärt, dass es wirtschaftlich keinen Sinn mehr mache, das Mining Geschäft in den USA fortzusetzen.

“KI und HPC bringen einfach mehr ein, während sich das Bitcoin Mining zunehmend in billigere oder riskantere Regionen wie Afrika, Russland oder den Nahen Osten verlagert.”

Der Schritt in Richtung KI ist also nicht nur ein technologischer Wandel, sondern vor allem ein finanziell motivierter. Bitfarms will seinen Cashflow sichern und in Infrastruktur investieren, die auch in Zukunft wirtschaftlich tragfähig ist. Ob andere Mining Unternehmen diesem Beispiel folgen, bleibt abzuwarten, doch der Trend hin zur KI Branche ist bereits erkennbar.

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