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Samstag, 17. Oktober 2026 BTC -- / --
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Mexikanische Kartelle nutzen Krypto-Mining zum Geldwaschen

Mexikanische Kartelle nutzen Krypto-Mining zum Geldwaschen
Mexikanische Kartelle nutzen Krypto-Mining zum Geldwaschen

Die mexikanischen Behörden haben in der bergigen Umgebung von Tlaola im Bundesstaat Puebla eine mutmaßlich illegale Krypto-Mining-Anlage ausgehoben. Sie beschlagnahmten 300 GPUs, 80 Mittelspannungsanschlüsse und acht Satellitenantennen. Es ist der vierte vergleichbare Fund in der Region seit Anfang 2025. Die Ermittler prüfen, ob die Anlage Strom von einem nahegelegenen Wasserkraftwerk gestohlen hat. Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis nutzen lateinamerikanische Kartelle Kryptowährungen zunehmend zur Geldwäsche. Meldet Reuters,

In Kürze:

  • Die mexikanischen Behörden entdeckten in Puebla eine illegale Mining-Anlage mit 300 GPUs, die vierte in der Region seit Anfang 2025.
  • Die Ermittler vermuten, dass die Anlage Strom von einem nahegelegenen Wasserkraftwerk gestohlen hat.
  • Weltweit haben sich die illegalen Kryptotransaktionen 2025 auf geschätzt 154 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt, so Chainalysis.

Kartelle nutzen Krypto-Mining zur Geldwäsche

Krypto-Mining ist ein neues Feld im Kampf Mexikos gegen die organisierte Kriminalität. Kartelle weiten ihre Aktivitäten vom Drogenhandel und der Erpressung auf die Finanzkriminalität aus und setzen dafür zunehmend digitale Mittel ein.

Der in Mexiko tätige Sicherheitsanalyst David Saucedo erklärt, die Drogenkartelle hätten ein neues Komplexitätsniveau erreicht. Der Aufbau einer solchen Anlage erfordere technisches Know-how und finanzielle Schlagkraft, was auf die Beteiligung eines der mächtigsten Kartelle Mexikos hindeute. Die mexikanische Bundesstaatsanwaltschaft will sich wegen laufender Ermittlungen nicht äußern.

Kartelle wählen laut Chainalysis bewusst Standorte, an denen Strom günstig ist oder unter dem Einfluss der organisierten Kriminalität gestohlen werden kann. In Puebla prüfen die Behörden, ob die illegale Mining-Anlage Strom von einem angrenzenden Wasserkraftwerk gestohlen hat.

Illegale Kryptotransaktionen 2025 mehr als verdoppelt

Weltweit hat das Volumen illegaler Kryptotransaktionen 2025 stark zugenommen. Adressen, die mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung stehen, erhielten schätzungsweise 154 Milliarden Dollar, gegenüber 59 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Das geht aus Daten von Chainalysis hervor, das Transaktionsvolumina an verdächtige Adressen analysiert hat.

Einen großen Teil dieses Anstiegs führt Chainalysis auf eine Zunahme von Transaktionen zurück, mit denen Sanktionen umgangen werden sollen, darunter Zahlungen unter Beteiligung sanktionierter Regierungen. Caio Motta, Lateinamerika-Spezialist bei Chainalysis, erklärt, Kartelle in der Region setzten Mining-Anlagen und Kryptozahlungen zunehmend zur Geldwäsche ein, parallel zum allgemeinen weltweiten Wachstum der legalen Kryptonutzung.

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