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Kasachstan verbietet Coinbase, HTX und vier weitere Krypto-Börsen

Kasachstan verbietet Coinbase, HTX und vier weitere Krypto-Börsen
Kasachstan verbietet Coinbase, HTX und vier weitere Krypto-Börsen

Die Finanzaufsicht Kasachstans hat per Gerichtsbeschluss sechs Krypto-Börsen untersagt, die ohne Lizenz im Astana International Financial Centre tätig waren. Betroffen sind Coinbase, BingX, Bitcoin.com, Huobi Global (HTX), BitMart und WEEX. Die Plattformen dürfen innerhalb des Finanzzentrums keine Dienstleistungen mehr anbieten, keine Werbung mehr schalten und keine mobilen Apps mehr bereitstellen, bis sie über die erforderliche Lizenz verfügen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Gericht des AIFC erließ am 15. September Verfügungen gegen sieben Plattformen; LBank wurde später von der Liste gestrichen, nachdem das Unternehmen den Zugang für kasachische Nutzer selbst gesperrt hatte.
  • Das Gericht verpflichtet außerdem Google und Apple, die Apps der betroffenen Plattformen in Kasachstan einzuschränken.
  • Neun weitere Plattformen hatten zuvor freiwillig gehandelt, woraufhin die Aufsichtsbehörde die Verfahren gegen sie zurückzog.

Gericht greift nach jahrelangen Warnungen ein

Die Astana Financial Services Authority (AFSA) hatte das Durchsetzungsverfahren bereits 2025 eingeleitet, als die Aufsichtsbehörde schriftliche Warnungen an mehr als zwanzig Krypto-Plattformen verschickte. Als ein Teil davon weiterhin ohne Lizenz tätig blieb, wandte sich die AFSA Anfang 2026 an das Gericht des AIFC.

Am 15. September gab das Gericht den Klagen der AFSA statt und erließ Verfügungen gegen sieben Plattformen. LBank ergriff daraufhin selbst Maßnahmen und sperrte den Zugang für Nutzer in Kasachstan. Drei Tage später, am 18. September, passte das Gericht sein Urteil an und strich LBank von der Liste. Die Verfügungen gelten nun für die verbleibenden sechs Plattformen, wie die AFSA auf ihrer Website mitteilt.

Google und Apple müssen Apps einschränken

Das Urteil betrifft nicht nur die Börsen selbst. Das Gericht bezieht auch Google und Apple als Betreiber ihrer jeweiligen App-Stores ein. Sie müssen die Apps der sechs genannten Plattformen für Nutzer in Kasachstan geografisch einschränken.

AFSA-Direktorin Evgeniya Bogdanova erklärt, die Durchsetzung solle den fairen Wettbewerb schützen. Plattformen mit Lizenz müssen Regeln zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung einhalten und tragen dafür Kosten. Plattformen ohne Lizenz umgehen diese Pflichten und agieren außerhalb jeder Aufsicht.

Sieben Plattformen wollen nun doch eine Lizenz beantragen

Nicht alle Plattformen gingen negativ aus dem Durchsetzungsverfahren hervor. Neun Börsen schränkten den Zugang zu ihren Apps über Google Play und den Apple App Store freiwillig ein, woraufhin die AFSA die Verfahren gegen sie zurückzog. Sieben weitere Plattformen erklärten, eine Lizenz der AFSA beantragen zu wollen, um legal als Krypto-Handelsplattform tätig sein zu dürfen.

Die Aufsichtsbehörde weist Nutzer darauf hin, dass Kunden nicht lizenzierter Plattformen keinen Anspruch auf den Schutz haben, der für lizenzierte Anbieter gilt, etwa Regeln zur Verwahrung von Guthaben, zur Informationspflicht und zur Bearbeitung von Beschwerden. Seit Mai 2026 arbeitet die AFSA bei der Aufsicht über digitale Vermögenswerte eng mit der Nationalbank von Kasachstan zusammen.

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